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12. KRAV MAGA Workshop in Mürren/BE mit Spezial-Gast und Krav Maga Ausbilder Amnon Maor aus Israel

Freitag, 24. Juni 2016, bei strahlendem Sommerwetter war einmal mehr der Start zum alljährlichen 12. KMS Spezial-Workshop in Mürren. Rund 85 Teilnehmerinnen und Teilnehmer reisten dieses Jahr zum 3-tägigen Sommer-Camp 2016 und genossen nebst dem Training die eindrückliche Bergkulisse, die man auch als „Ort der Kräfte“ bezeichnen könnte, da sie den Teilnehmenden Lebensqualität und dadurch Vitalität und Power verleiht. Diese Power wurde noch durch unseren Spezial-Gast, Amnon Maor aus Israel unterstützt.

Eine erste Trainingseinheit stand nach dem Mittagessen auf dem Programm, wo Krav Maga Grundlagen-Training im Bereich Basic und Advanced von Amnon Maor auf der einen Seite und mit Giuseppe Puglisi und dem KMS Ausbildungsteam (Bruno Trachsel, Angelo Savorani, Nenad Stojkovic und Jürg Staubli) der Spezial-Workshop gestartet wurde. Amnon Maor unterrichte im Advanced Bereich zum Thema Befreiungen und den weiterführenden Möglichkeiten wie z.B. Hebel oder Würger sowie Würfe und Giuseppe Puglisi hingegen ging auf das Thema der Verteidigung in acht Richtungen (sowie den möglichen Schritten) ein. Beide wurden durch die vier Stellvertreter Bruno, Angelo, Nenad und Jürg von der KMS Schweiz bei diesem Einstieg unterstützt, damit auch Einsteiger die erst kürzlich mit Krav Maga begonnen hatten, davon profitieren konnten. Was Intensität anbelangte, liessen wir es auf rund 1700müM langsam angehen, damit sich unser Betriebssystem (Body) langsam daran gewöhnen konnte.

Für das Samstagprogramm wurde dieses Jahr mit deren drei Spezial-Themen (Messerangriffe, mehrere Angreifer und das Verteidigen mit div. Kurzstöcken) gearbeitet, wo jede und jeder auf seine Kosten kam. So wurde bei Amnon (assistiert von Angelo und Jürg) das Thema Messerangriffe behandelt, wo er speziell auf die perfiden Angriffe ohne Vorankündigung einging und dabei erläuterte, wo vor allem die Schwierigkeiten bei solchen Angriffen liegen. Beim Thema mehrere Gegner (bei Bruno und Peter) ging es vor allem darum, sich mit der Situation anzufreunden, dass es in der heutigen Zeit immer öfter vorkommt, dass man nicht nur von einer Person angegriffen wird, sondern zwei oder mehrere aggressive Personen einen gefährlichen An- oder Übergriff auf eine Person verüben.

Beim dritten Thema (Nenad / Giuseppe) stand der Umgang sich mit einem Kurzstock anzufreunden, damit man diesen in Notfall oder Notwehr-Situationen gegen gefährliche, evtl. bewaffnete Angriffe effizient einsetzen kann im Zentrum. Die defensive Haltung mit den fünf verschiedenen Blocktechniken stand im Vordergrund, aber auch Konter- oder Angriffsmöglichkeiten sowie der Umgang mit einem Small-Stick waren Teil dieses Ausbildungsblockes. Damit alle in den Genuss dieser Spezialthemen kamen wurde im Rotationsprinzip gearbeitet. Im Anschluss an diesen Spezial-Day, gab es wie bereits in den letzten beiden Jahren von Herr Schlotze und seinem Team ein „feines Nachtessen“ sowie der obligate Ausgang zu den diversen Bars im „grossen“ Mürren und Pflichtprogramm „Blüemlicheller“ für die Kravisten/innen der KMS Schweiz.

Zum Abschluss des 3-tägigen Spezial-Workshops waren das Spezialtraining von Amnon Maor sowie der Stress-Drill-Parcours von Jürg und Nenad die Highlights an diesem Sonntagvormittag. Körperlichen Physis -also Ausdauer und Kraft waren gefragt, resp. der Durchhaltewille und auf der anderen Seite, filigrane Hebel- und Zugrifftechniken für Sicherheits- oder Polizeibehörden.

Der intensive Vormittag war dann aber im Nu vorbei und gegen 1130 Uhr hiess es dann schon wieder auf Wiedersehen bis im kommenden Jahr. Einmal mehr ging ein toller, lehrreicher und intensiver Krav Maga Spezial-Workshop aber auch geselliges Sommer-Camp mit gleichgesinnten Freunden aus der Krav Maga Szene dem Ende zu. Trotz Fussball-EM Spielen und dem knappen Aus der Schweizer Fussballer, fand unter den Kravisten ein freundschaftlicher Kontakt, inner-und ausserhalb der eigenen KMS Center statt.

Als verantwortlicher Leiter der KMS Schweiz, möchte ich mich bei unserem Gast - Amnon Maor - aus Israel, für seinen Besuch am diesem 12.KMS Spezial-Workshop / Sommer-Camp 2016 sowie für seine Ausführungen und Trainings an diesem Anlass recht herzlich bedanken! Ein herzlicher Dank geht einmal mehr auch an meine Stellvertreter - Bruno, Angelo, Nenad und Jürg sowie Peter Kropf für die Mithilfe in der Instruktion sowie dem Peter einmal mehr für seine professionellen Fotos vom Workshop.

Gefreut hat mich auch die Teilnahme von Ismet Mehmeti, den ich anlässlich der ersten Instruktoren-Lehrgänge mit Amnon Maor im Jahre 2000/2001 in Liestal kennen lernte und der wie Bruno, Angelo, Nenad und Jürg - ein Krav Maga Instruktor der ersten Stunde und seit Anbeginn dabei ist.

KMS Ausbildungsteam mit Gastausbilder - Amnon Maor aus Israel und seinem Instruktor Ismet Mehmeti.

Herzlichen Dank!

Festnahme - Spezial-Lehrgang Modul 2 - Fesselungs- und Transporttechniken

Samstag, 11. Juni 2016, ging es mit dem Spezial-Lehrgang - Festnahme und dem Thema Fesselungs- und Transporttechniken in die zweite Runde. Als Einstieg ins zweite Modul gab es eine kurze Einführung in die Rechtsgrundlagen bei Anwendung von unmittelbaren Zwangsmassnahmen mit Handschellen oder ähnlichen Hilfsmitteln sowie den nötigen Bewilligungen beim Ausüben dieser Tätigkeit. Korrekte Handhabung der Handschellen zwecks Fesselung einer Person, war dann anschliessen der Start in die Praxis. Dabei wurden die Basis-Positionen stehend, knieend und liegend als Ausgangslage geschult; wo es vor allem um das Einschleifen und das Bedienen der Handschellen ging, also wie nehme ich das Fesselungsinstrument richtig in die Hand, damit die Fesselungstechniken auch reibungslos ablaufen.

Nebst dem Umgang mit dem Hilfsmittel „Handschellen“ ging es dann in einem nächsten Schritt das Gelernte aus dem ersten Modul mit den Fesselungs- und anschliessenden Transporttechniken zu verknüpfen. Dabei wurde nochmals auf das Schema der Personenkontrolle, aber auch auf die Zugriff-, Überwältigungs- und Fixierungstechniken eingegangen, damit einerseits ein roter Faden zum Thema Festnahme und andererseits ein reibungsloser und sicherer Ablauf bei dieser Tätigkeit als Sicherheitsbeamter/in sichtbar werden konnte.

Zum Schluss wurden auch Möglichkeiten bei renitenter Kundschaft und die damit verbundene Gefährlichkeit demonstriert sowie Transporttechniken mit Griff ohne Einsatz der Handschellen oder irgendwelchen Fesselungsmethoden. Das Thema „Lagebedingter Erstickungstod“ stand dabei immer wieder im Zentrum der Instruktion, vor allem bei den Fixierungs- und Fesselungstechniken, wenn ein Festzunehmender ausser Kontrolle geraten sollte und dabei auch die Personen welche ein solche Zwangsmassnahme umsetzen müssen, dabei selber in eine Stresssituation kommen.

Auch im Modul zwei war nebst dem technischen und rechtlichen Teil, auch der persönliche Eigenschutz ein wichtiger Aspekt in der Ausbildung, damit bei ausserordentlichen Situationen das Überstehen (allenfalls Überleben) solcher Stressmomente nicht einfach dem Zufall überlassen wird. Die KMS Switzerland dankt den Teilnehmer/innen für Ihr Interesse.

Giuseppe Puglisi
KMS Switzerland

Monadnock Expandable Baton (MEB)-Lehrgang Basic & Advanced in Liestal / KMS Switzerland

Freitag/Samstag, 27./28. Mai 2016 führte die Self Protect Academy nach 2015 den zweiten MEB Basic & Advanced-Lehrgang in Liestal am Hauptsitz der Krav Maga Self Protect Association durch.

In einem ersten Schritt wurde den Teilnehmern mittels der einleitenden Theorie, einerseits die Ziele einer Teleskopstock (Monadnock Exbandable Baton / MEB) sowie die rechtlichen aber auch praktischen Grundlagen dieses Hilfsmittels für Sicherheitskräfte und Polizei aufgezeigt. Nach dem theoretischen Teil ging es dann zur Praxis und den ersten Schritten über.

Als Einstieg in die Praxis wurde als erstes der korrekte Stand und die verschiedenen Schritte, auch bekannt als Bewegungsmuster - also Schritte und Wendungen vor- und rückwärts sowie Ausfallschritte geübt. Für erfahrene Kravisten war dies ein simples Aufwärmen. Das Öffnen und Schliessen des Stockes, das Ziehen des MEB zeigte den Teilnehmer/innen in Kürze auf, dass trotz Einfachheit dieses Einsatzmittels sehr anstrengend und eine schweisstreibende Angelegenheit sein kann. Der korrekte Griff- und die Tragarten, die fünf verschiedenen Blocks und die zwei einhändigen Schläge sowie eine Kurzrepetition rundeten den ersten Teil dieses Programms am Freitagabend ab.

Training / Blocken eines Angreifers mit dem Teleskopstockes (MEB)

Foto: Training / Blocken eines Angreifers mit dem Teleskopstockes (MEB)

Samstag 08 Uhr ging es dann los mit einer stündigen Repetition des Gelernten vom Freitagabend. Der eine oder andere hatte noch etwas Müdigkeitserscheinungen und bemerkte, dass die Anstrengungen auf dem starken Arm nicht zu unterschätzen sind.

Weitere Themen am Samstagvormittag waren zweihändige Schläge, Stocksicherung bei den verschiedenen Tragarten, Armhebel und Kontrolltechniken mit Takedowns und die Repetition des gesamten Lehrstoffes.

Absolute Disziplin und Konzentration im Umgang mit diesem Einsatzmittel standen nebst dem theoretischen und praktischen Teil im Zentrum dieser Ausbildung, was von den teilnehmenden Personen eindrücklich umgesetzt wurde.

Nach einer kurzen Mittagspause, mobilisierten alle Teilnehmer nochmals für den letzten Teil des Lehrganges alle ihre Kräfte und absolvierten die praktische sowie im Anschluss gleich die theoretische Prüfung zum MEB Advanced. Der praktische Teil war top und in der Theorie holten drei das Maximum der Punkte und die restlichen Absolventen schnitten von 25 möglichen, zwischen 21 und 24 Punkten - also mit über 80% - ab.

Foto: Praktische Prüfung MEB - Bewegungsmuster (Schritte, Wendungen und Ausfallschritte)

Hintere Reihe: Daniel Puglisi, Peter Kym, Simon Ulrich, Daniel Obrist und Antonio Capuzzi
Vordere Reihe: Hans Ernst, Sascha Borsi und Raphael Schaller

Ein nächster Schritt wird ein spezieller MEB Lehrgang für Basic- und Advanced zertifizierte Teilnehmer/innen sein, wo wir die gelernten Grundlagen interaktiv in Form von Situationstraining umsetzen. Infos folgen demnächst. Herzlichen Dank allen Teilnehmenden für Euren engagierten Einsatz. Auch an Angelo Savorani und Peter Kropf (beide MEB Instruktoren) herzlichen Dank für die Mithilfe!

Herzliche Gratulation!!!

Krav Maga Trainerkurs am 30. April 2016 in Liestal

Nach Teil 1 im Januar lud Krav Maga Self Protect Association am Samstag, 30. April 2016 zum Teil 2 im Thema Krav Maga für Jugendliche nach Liestal ins Hauptcenter und stellte dort den zweiten Teil des Konzeptes für Juniors vor.

Rund 40 interessierte Instruktorinnen und Instruktoren nahmen an diesem 2. KMS Trainerkurs teil und erhielten zu Beginn eine Einführung im technisch-taktischen sowie aber auch taktisch-strategischen Teil. Dabei handelte es sich um Übungsinhalte, wo es darum ging die technischen Schrittfolgen mit der Taktik, also dem Warum aufzuzeigen ohne jedoch die konditionellen, koordinativen und emotionalen Anteile ausser Acht zu lassen. So wurden nebst der Laufschule durch Hindernisse auch die Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und die Reaktionsfähigkeit miteinbezogen, was die ganzen Übungen nicht nur für Jugendliche sondern auch für die Erwachsenen zu einer spassigen Herausforderungen werden liessen. So war vor allem der Circuit oder Hindernisparcours alleine oder zu zweit mit Partner sowie aber auch der Nummer- oder Orientierungslauf in der Gruppe eine Teamaufgabe, die von allen höchste Konzentration und Fokussierung abverlangte.

Aber auch die diversen Orientierungs- und Reaktionsübungen (-spiele) mit und ohne Hilfsmittel sollten den Teilnehmenden verschiedene Anregungen und Beispiele aufzeigen, vor allem wie man Jugendlich motivationsmässig (auch für Erwachsene tauglich) zu Top-Leistungen drillen kann und sie den Sinn hinter der Übung verstehen. Vor der Mittagspause, wurde den Anwesenden dann auch die Optimierung der div. Schrittfolgen und Körperwendungen (Drehungen) vorgestellt, was anfänglich zu regen Gesprächen führte - vor allem weil man in der heutigen Zeit Veränderungen gerne hat ☺ und sofort am Alten festhält. In diesem Zusammenhang wurde anhand von Beispielen aufgezeigt, dass ein dynamisches System ständig den Umständen verändert, resp. angepasst werden muss, da es sonst nicht Einsatztauglich ist und an Effizienz verliert.

Am Nachmittag ging es dann mit der Optimierung der Schrittfolgen und Körperwendungen im Advanced-Bereich für Jugendliche weiter, wo aufgezeigt werden konnte, wie man auch ohne Stock, Messer, Schusswaffen und dergleichen bei Jugendlichen im Level der Fortgeschrittenen arbeiten kann und alle an ihre Grenzen kommen. Dabei waren die Unterlagen von Thomas Hertig eine enorme Hilfestellung (die visuell präsentiert) die den einzelnen Teilnehmer/innen die Vielfalt des Unterrichtens näher brachte. Vor allem die Verknüpfung von Leistungs- und Methodikmodell ermöglicht in der Arbeit mit dem Nachwuchs neue Horizonte und motiviert nicht nur die Jugendlichen sondern auch die Erwachsenen sowie die Ausbilder/innen.

Die Krav Maga Self Protect Assciation wird ab Winter 2016/Frühjahr 2017 zu diesem Thema eine separate Ausbildung zum Krav Maga Instruktor/in für Jugendliche lancieren, wo sich bereits erfahrene Instruktorinnen und Instruktoren in einer mehrtägigen Ausbildung zum Jugend-Instruktor/in ausbilden lassen können. Was die vorgestellten Optimierungen (Schrittfolgen / Körperwendungen) betreffen, werden im 3. KMS Trainerkurs sowie auch 4. KMS Trainerkurs die Centerleitungen rechtzeitig zur Weiterbildung eingeladen.

Besten Dank für Euren Einsatz und Engagement!

Chefinstruktor KMS Switzerland
Giuseppe Puglisi

Krav Maga Advanced-Instruktoren Lehrgänge und Prüfungsvorbereitungen für KMS Instruktoren Anwärter/innen

Im Februar (05./.06.02.) und April (08./09.04.) 2016, wurden parallel die letzten Vorbereitungen (Modul 3) für die Anwärter/innen der KMS Instruktoren-Prüfungen sowie die beiden Module für die bevorstehende Prüfung zum KMS Advanced-Instruktor (Module 7 und 8) durchgeführt.

Diese Aus- und Weiterbildungen für diese 2, resp. 4 Tage wurden durch das Ausbildungsteam der KMS Schweiz unter der Leitung des Chefinstruktors und seinen Stellvertretern organisiert und geleitet. Bei den Anwärter/innen ging es darum einerseits, sich auf die praktische Prüfung vorzubereiten und andererseits den Teil Theorie „Notwehr“ zu absolvieren. Bei den Advanced-Instruktoren, stand im Modul 7 das Thema Sicherheitstraining und im Modul 8, die Unterrichtslehre im Zentrum der insgesamt 4 Ausbildungstage.

20 Anwärter/in kamen an zwei Samstagen zu den letzten Vorbereitungen für die bevorstehende Krav Maga Instruktoren-Prüfung und zeigten, dass sie für den Abschluss ihrer Ausbildung zum Instruktor/in bereit sind. Den dritten und letzten Teil in Sachen Theorie, war zum Thema „Notwehrrecht“, wo aufgezeigt wurde, dass sich ein angehender Instruktor/in auch mit dem rechtlichen Aspekt einer möglichen Konfliktsituation auseinandersetzten sollte oder gar muss, damit er als Referent die nötigen Hinweise an seine Lernenden weitergeben kann.

Im praktischen Teil der beiden Advanced-Lehrgänge ging es im Modul 7 um das Thema Sicherheitstraining für Personal bei Security-Unternehmen, Polizei- oder Vollzugsbehörden, wo die Aspekte des Verhaltenshaltens, Grundlagen der Bereitschaft, Personenkontrolle, Zugriffs-, Überwältigungs- und Fixierungstechniken aufgezeigt und praktisch geübt wurden. Beim Modul 8 - Unterrichtslehre hingegen, ging es darum die drei Modelle für das Übermitteln der technischen Botschaft zu verstehen und auch umzusetzen. Dazu wurde die Theorie nochmals in Gruppenarbeiten aufgegriffen und im praktischen Teil, in Form von Kurztrainingslektionen im gegenseitigen Austausch erarbeitet, umgesetzt und reflektiert.

Die KMS Schweiz dankt allen Anwärtern/in für ihr Engagement und Einsatz im Krav Maga und damit dem Weiterkommen unserer Organisation sowie der persönlichen Weiterentwicklung die in die einzelnen Standorte der Schweiz getragen werden.

Auch dem Ausbildungsteam, vor allem meinen vier Stellvertretern ist zu verdanken, dass wir einen hohen Qualitätsstandard in der KMS Instruktoren Aus- und Weiterbildung haben und sich dadurch unsere Organisation stetig mit gut ausgebildeten Instruktoren/innen weiterentwickeln kann.

Herzlichen Dank!

Chefinstruktor KMS Switzerland
Giuseppe Puglisi

Festnahme - Spezial-Lehrgang

Zugriff-, Überwältigung- und Fixierungstechniken

Samstag, 19. März 2016, startete die KMS Switzerland mit dem ersten Modul zum Spezial-Lehrgang für Interessierte aus Behörden, Sicherheitsunternehmen und privat interessierten Sicherheitsfachleuten zum Thema Festnahme. Der Lehrgang war mit 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen Regionen der Deutsch- und teilweise der Westschweiz ausgebucht.

Als Einstieg wurden in einem ersten Schritt (Theorie) die Grundlagen und der persönliche Eigenschutz sowie die Risiken bei einer Festnahme oder einem Festhalten einer Person erläutert. Dabei stand vor allem das Thema „Lagebedingter Erstickungstod“ im Vordergrund und dem Wissen darum, dass angewendete Zwangsmassnahmen wie Zugriff-, Überwältigung-, aber auch Fixierungstechniken immer auch mit einem gewissen Risiko bei Festnahmen oder Festhalten verbunden sind.

In der Praxis ging es dann als erstes um die Grundhaltung und Bereitschaft der eigenen Person und deren Eigenschutz sowie dem Arbeiten zu zweit. Dies in Zusammenhang mit Deeskalation und den Themen Distanz, Kommunikation und Auftreten im Team. Auf diese Grundprinzipien aufgebaut, ging es dann ans Erlernen der korrekten Griffe (Hand-, Ellenbogen- und Schulterhebel) sowie dem kontrollierten Begleiten (alleine oder zu zweit) einer Person.

Verschieden gezeigte Beispiele (Techniken) einer freiwilligen oder unfreiwilligen Begleitung und deren Taktik war das eine und die Zugriffe (aus statischen Situationen), Überwältigungen oder Fixierungen (Stehend oder am Boden) das andere Thema am Vormittag.

Dynamische Festnahmen aus einer Situation mit Gegenwehr oder Angriffen prägten den Nachmittag sowie auch Szenarien von Stand zu Boden und dem anschliessenden Fixieren des Festzunehmenden oder Angreifers. Der erste Teil hat allen Teilnehmenden aufgezeigt, das Festnahmetechniken (Zugriff, Überwältigung und Fixierung) auch in Zusammenhang mit dem persönlichen Eigenschutz nicht dem Zufall überlassen werden sollten und je besser man sie beherrscht, man eine kritische Situation auch unter Kontrolle hat und Verletzungen vermieden werden können. Vor allem, wenn es dann in einem weiteren Schritt darum geht, das Gelernte mit Transport- und Fesselungstechniken miteinander zu vernetzen.

Giuseppe Puglisi
KMS Switzerland

Verteidigung gegen Messerangriffe mit dem Top-Spezialisten Frans Stroeven aus Holland

Am Samstag, 06. März 2016, lud die Krav Maga Self Protect Association Switzerland zum Messer-Lehrgang mit Frans Stroeven aus den Niederlanden ein. Der Lehrgang war mit 60 teilnehmenden Instruktoren/innen ausgebucht und fand in der Turnhalle Bifang in Lausen statt.

Frans Stroeven war bereits am Freitagabend aus Amsterdam angereist, wo zusammen mit seinem Vertreter aus der Schweiz, Lavinel Oltean (aus Luzern) das Programm für den Lehrgangstag mit dem Chefinstruktor, Giuseppe Puglisi, zusammengestellt wurde. Aufgrund der langjährigen Erfahrung von Frans Stroeven, ging es darum den Krav Maga Instruktorinnen und Instruktoren aufzuzeigen, was für eine Gefährlichkeit von Messerangriffen ausgeht und wie man sich gegen solche überhaupt verteidigen kann.

Der Einstieg am Samstagvormittag erfolgte mit Basic-Angriffen aus dem „filipino martial arts“, wo es darum ging, zu verstehen, wie diese Angriffe überhaupt ausgeführt werden und was für eine Strategie hinter einem Angriff steckt. Frans Stroeven zeigte den Teilnehmenden anhand von einfachen Übungen auf, wie man solche Angriffe mit leeren Händen, aber auch mit einem Messer bewaffnet abwehren kann. Interessant war dabei für die Instruktoren/innen zu erkennen, dass wenn ich diese Angriffe trainiere, auch besser verstehe, wie ich solche Angriffe im Umkehrsinn abwehren kann.

Beeindruckend, war vor allem mit was für einer Geschwindigkeit der 56-jährige Kampfkünstler sich bei Angriffen bewegte und seinen Gegenüber (mit leeren Händen oder bewaffnet) entwaffnete. Frans Storeven gab auch immer wieder Erklärungen, weshalb bei der „filipino martial arts“ leere Hände gegen Messer oder Messer gegen Messer sowie auch Stock gegen Messer trainiert wird. Die ersten beiden Stunden am Samstagvormittag gingen wie im Flug vorbei und alle freuten sich bereits auf den Nachmittag, wo es dann um das Thema Messerkampf ging, also Messer gegen Messer.

Der Nachmittag gestaltete sich etwas anspruchsvoller, da nun von allen Teilnehmenden erhöhte Konzentration und Koordination gefordert wurde. Einmal mehr kam die Präzision von Frans Stroeven zum Ausdruck, wenn er mit den verschiedenen Trainingsmessern komplexe Abläufe mit seinem Trainingspartner Lavinel Oltean vorzeigte und alle in Staunen versetzte.

Spätestens jetzt wurde allen klar, dass es gegen solch einen Spezialisten im Umgang mit einem Messer den wichtigsten Grundsatz gegen Messerangriffe einzuhalten gilt und zwar: rennen, rennen, rennen und nochmals rennen….

Auch er selbst meinte, wegrennen ist gegen ein Messer die beste Art sich zu Verteidigung oder wechsle die Strassenseite und wenn diese beiden Grundregeln nicht möglich sind, dann kämpfe bis zum Schluss. Zum Schluss dieses interessanten und intensiven Lehrganges, zeigte Frans Stroeven auch noch die Trainingsmethodik der „Flows“, wo mehrere Abwehr und Angriffe miteinander verbunden wurden und der eine oder andere an seine Grenzen kam, was „Aufnehmen, Verarbeiten und Umsetzen“ anbelangte.

Als Chef von der Krav Maga Self Protect Association Switzerland möchte ich mich an dieser Stelle bei allen teilnehmenden Instruktoren/innen recht herzlich bedanken und denke, dass alle sicherlich einiges von diesem Lehrgang mitnehmen konnten. Vor allem danken möchte ich aber dem Gastinstruktor aus Holland, der mit seiner humorvollen Art, die ernsthafte Thematik interessant vermittelte und immer wieder fundierte Erklärungen dazu lieferte. Ein Dank geht dabei auch an Lavinel Oltean, der als Trainingspartner von Frans einiges einstecken musste und Nenad Stojkovic, die diesen Lehrgang überhaupt möglich gemacht haben.

Aus meiner Warte gibt es sicherlich ein weiteres Zusammentreffen mit Frans Stroeven, wo dann nicht nur die Instruktorinnen und Instruktoren, sondern auch Basic und Advanced Interessierte vom grossen Wissensschatz des Frans Stroeven - profitieren können.

Chefinstruktor KMS Schweiz
Giuseppe Puglisi

Basic-Schiesslehrgang für Einsteiger/innen

Am Sonntag, 31. Januar 2016 fand in Wallbach (AG) zum Jahresbeginn eine weitere Schiessausbildung zum Thema Verteidigungsschiessen für Einsteigerinnen und Einsteiger statt.

Der 2-tägige Lehrgang, organisiert von der Self Protect Academy fand wie üblich in der Schiessanlage der Firma Schild AG statt und und war mit den 10 Teilnehmer/innen einmal mehr vorzeitig ausgebucht. Der erste Kurstag begann mit einer theoretischen Einführung, über die Sicherheitsbestimmungen und den Umgang mit einer Faustfeuerwaffe.

Der Einstieg in die Praxis war das Erlernen der Bereitschaftsposition und Manipulationen mit einer Faustfeuerwaffe(Pistole Typ Glock oder Heckler & Koch). Der erste Schritt war das Einnehmen der Grundstellung und das Ziehen der Waffe in fünf Schritten und das anschliessende zusammenhängen, damit es einen fliessenden Ablauf ergab.

Laden / PSK und Entladen

Nachdem die Grundstellung und der Ziehvorgang klar waren, ging es darum die Waffe korrekt zu Laden, die persönliche Sicherheitskontrolle durchzuführen und das Entladen der Waffe zu lernen. Dazu wurden Manipulier-Patronen verwendet und Trockenübungen (Riegeln, Riegeln, Riegeln ……) in Form von Drillübungen durchgeführt. Korrektes Zielen, Abziehen des Abzuges (Druckpunkt) und weitere Ausführungen / Erklärungen zu den vier Sicherheitsbestimmungen in Zusammenhang mit dem praktischen Verteidigungsschiessen, rundeten die praktischen Vorübungen vor der ersten Schussabgabe ab und gab den einzelnen Teilnehmerinnen und Teilnehmer die nötige Selbstsicherheit für das Angewöhnungsschiessen vor der Mittagspause.

Einzelschüsse, Dubletten und Präzision

Als Einstieg in den Nachmittag war nochmals Manipulieren angesagt sowie das Erlernen des taktischen und raschen Magazinwechsels und das Beheben von Störungen (Zünd- und Wegfuhrstörung) während des Schiessvorganges. Das Schiessen von Dubletten und dem Control/Scanning nach der Schussabgabe, zeigte auf, wie wichtig und welchen Einfluss die korrekte Grundposition und Armhaltung auf den ganzen Ablauf hatte. Dabei war das „Triggern“ eine Schlüsselbewegung beim Betätigen des Abzuges. Der Abschluss des ersten Basic-Tages bildete das Präzisionsschiessen in Zusammenhang mit dem Thema „Misserfolgsdrill“.

Am Sonntag, 28. Februar 2016 trafen sich die Teilnehmer/innen in Wallbach (AG) zum zweitej Teil in der Schiessausbildung im Bereich Verteidigungsschiessen. Das Festigen der Manipulationen und das Dubletten-Schiessen waren der Einstieg in diesen zweiten Kurstag. Dabei wurde einmal mehr auf korrekte Handhabung der Manipulationen, also das sogenannte „Trockentraining“ wert gelegt. Am Nachmittag war dann noch das Schiessen ab 15 Meter im Vorwärtsgehen und „knieend hoch“ an der Reihe sowie der Abschlusstest.

Auch dieses Mal waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer leicht nervös, was es jedoch für das Bestehen eines guten Tests braucht und sich später auch mit den erzielten Resultaten bestätigte. Alle bestanden den Test mit Bravur und 2/3 der Kursteilnehmer/innen erreichten gar ein Top-Resultat, was es bis jetzt in einem Basic-Lehrgang erst einmal gegeben hatte. Diese Resultate wiederspiegelten jedoch eigentlich nichts ungewöhnliches, da alle Absolventen/innen während dieses Lehrganges hoch konzentriert und die guten Resultate nur die Folge ihrer eigenen Disziplin war.

Giuseppe Puglisi
Self Protect Academy

Pfefferspray Basic Lehrgang in Liestal

Freitag, 26. Februar 2016 nahmen 14 Interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer am dritten Pfefferspray Basic-Lehrgang in Liestal, im Hauptcenter der Krav Maga Self Protect Association Switzerland und Sitz der Self Protect Academy teil. Giuseppe Puglisi (ehemaliger Ausbilder bei der Polizei) führte die Interessierten durch eine kurze Theorie, wo diverse Details zum Thema Eigenschutz in Zusammenhang mit dem Abwehrspray aufgezeigt wurden. Auch die korrekte Handhabung und der Umgang mit diesem sowie die rechtlichen Voraussetzung und auch auf das taktisch, korrekte Benützen in Konfliktsituationen wurde hingewiesen.

Im Anschluss an die Theorie ging es dann zur Praxis und der korrekten Anwendung eines Abwehrsprays. Schritte, Armhaltung und korrekte Distanz sowie das Verbalisieren bildeten die Basis. Nach dem Erlernen der Grundhaltungen, waren Partnerübungen an der Reihe, wo es darum ging auch unter Druck (Stress) noch zu funktionieren und wie verhält sich dies in Kombination mit dem Bedienen des Trainingssprays. Nach einer kurzen Pause, ging es zu den Zielübungen aus stehend/liegender Grundposition mit dem Trainingsspray sowie Reaktionsübungen (mit und ohne Partner). Der 3-stündige Lehrgang zeigte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf, dass ein korrekter Umgang und das Üben mit einem Trainingsspray die Grundvoraussetzung für sicheren Eigenschutz in heiklen Notsituationen ist, wenn man sich damit verteidigen will.

Krav Maga Trainerkurs am 30. Januar 2016 in Liestal

Zum Jahresstart lud die Krav Maga Self Protect Association am Samstag, 30. Januar 2016 nach Liestal ins Hauptcenter und stellte das Krav Maga Konzept (Teil 1) für Jugendliche vor.

Es waren rund 52 Instruktorinnen und Instruktoren die zum 1. KMS Trainerkurs nach Liestal gereist waren und sich für das Thema - Training mit Jugendlichen interessierten. Als Einstieg zeigte Instruktor Yutaka Koike (i.A. zum Advanced Instruktor) die verschiedenen Möglichkeiten für Aufwärmen mit Jugendlichen die in der Pubertät / Adoleszenz sind und wie dort mit dem eigenen Körper - Ausdauer und Kraft, aber auch Schnelligkeit und Beweglichkeit die noch junge Struktur und Motorik des Körpers aufgebaut werden kann. Nebst den konditionellen Faktoren wurde beim Thema Spiel mit taktischen Elementen auch die koordinativen Kompetenz eingebaut. Dies wurde mittels Zweikampfspielen vorgestellt, wo Kondition, Koordination vor allem aber unter dem Aspekt der Reaktion der Unterschied zwischen einfacher und komplexer Reaktion ein wichtiges mental-taktisches Element trainiert wird. Diese Übungsformen bereitete sichtlich nicht nur den Jugendlichen Spass, sondern auch den erwachsenen Instruktoren/innen und zeigte allen Anwesenden auf, dass mit technischer und mental-taktischer Kompetenz ein gezieltes Training zur Gewaltprävention bereits mit einfachen Zweikampfspielen möglich ist.

Nachdem Aufzeigen dieser Übungsformen für Jugendliche wendeten wir uns der technischen Kompetenz zu, wo es darum ging das Verständnis für Bewegung und Standfestigkeit zu erarbeiten und einmal mehr all die möglichen Übungsvarianten mit Schritt, Verschiebung, Ausweich- und Meidbewegungen alleine und mit einem Partner zu erarbeiten. Gleichzeitig wurde den Anwesenden die Übungen im mental-taktischen sowie aber auch realbezogenen Zusammenhang erläutert und wie Jugendliche mit einfachen Übungen die sonst langweilig erscheinen herausfordern kann. Selbst erfahrene Instruktoren meinten, dass man diese Übungen auch im Training für Erwachsene, Frauen oder auch mit älteren Interessierten verwenden kann.

Am Nachmittag widmeten wir uns dann simplen Techniken aus dem Basic-Programm. Dort wurden anhand von mehreren, einfachen Beispielen die Möglichkeiten für das Erlernen von Blocktechniken gezeigt und welche Hilfsmittel man dazu benötigt, um das Training abwechslungsreich und motivierend für Jugendliche zu gestalten. Zum Schluss dieses ersten Ausbildungsteils für Jugendliche wurden die verschiedenen Variationen von Block- und Schlagtechniken zusammengefügt, was die etlichen Möglichkeiten und die Komplexität dieser Trainingsformen deutlich machte.

Der zweite Ausbildungstag zum Thema Krav Maga mit Jugendlichen wird wie der erste im Rahmen der Trainerfortbildung sein, wo dann die Interessierten einen weiteren Einblick erhalten und vor allem das Thema Verhalten in Ernstsituationen einerseits und gefährliche Angriffe, mehrere Angreifer, bewaffnete Angriffe mit weiteren Übungsformen vermittelt werden. Dies ist der Einstieg in die Instruktoren/innen Ausbildung für Jugendliche, mit welcher wir dann im Herbst/Winter 2016 starten.