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Krav Maga Advanced-Instruktoren Lehrgang Modul 7 - Weapon-Defense (Knife and Gun) und Modul 8 - Instructor / Expert (Könner-Level)

Im Februar (13./14.02.) und März (27./28.03.) standen im Rahmen der Ausbildung zum/r Advanced-Instruktoren/innen noch das Modul 7 - Weapon-Defense (Knife and Gun) und das Modul 8 (Instructor and Expert) auf dem Programm 2025-26 für angehende KMS Advanced-Instruktoren/innen.

Im theoretischen Teil (Modul 7) zum Einstieg, wurde aufzeigt, wie entscheidend und unterschiedlich die Handlungsabläufe bei Bedrohungen oder Angriffen mit Messern sind oder im Vergleich die Bedrohung mit einer Faustfeuerwaffe sind. Dabei wurde vor allem auf die unterschiedlichen Distanzen und das Ampelsystem (Farbencode) hingewiesen und den Möglichkeiten eine Konfrontation zu vermeiden. Anhand der bekannten O.D.D.A.-Schleife ging es um das Bewusstmachen der Wahrnehmung (Beobachtung), der Einschätzung von Gefahren und dem Entscheiden-Handeln in einer Gefahrensituation sowie dem nötigen Agieren (Flight oder Fight). Auch die unterschiedlichen Haltegriffe beim Messer, in Bezug auf die Distanzen oder diversen Angriffswinkel sowie Angriffsrichtungen, gaben wichtige Inputs für das Training der Distanzen und Ausgangspositionen, aber auch für die Meid- und Ausweichbewegungen und Blocktechniken. Richtungsänderung, also sich aus der Schusslinie bewegen (Distanz & Timing), aber auch die Kontrolle über die Schusswaffe aufgrund einer sicheren Grifftechniken, das Neutralisieren (Notwehr) und Entwaffnung des Angreifers als Sofortmassnahme, wenn dies bei Bedrohungen mit einer Schusswaffe möglich und notwendig ist, waren die Grundlagen zur Abwehr gegen Bedrohungen mit einer Faustfeuerwaffe.

Meiden oder Ausweichen, Pendeln oder Körperverschiebungen bei Messerangriffen aus verschiedenen Richtungen sowie unterschiedlichen Distanzen (sehr nah, nahe und mittlere) bildeten den Einstieg in die Praxis. Aus der Schusslinie bei statischen oder dynamischen Angriffen und eine sichere Grifftechniken für die Abwehr von Faustfeuerwaffen in der Kurzdistanz, waren weitere Themen. Ein weiterer Punkt der in diesem Zusammenhang aus der Theorie zum Tragen kam, war die praktische Anwendung der O.D.D.A.-Schleife bei den Übungen.

Am zweiten Ausbildungstag standen die Angriffswinkel bei Messerangriffen, das Blocken mit einer oder beiden Händen aus der mittleren Distanz auf dem Programm. Dabei waren einmal mehr das Ausweichen und diverse Meidbewegungen mit den Beinen und dem Oberkörper im Fokus sowie in Verbindungen mit den Schritten. Dabei wurde vor allem auf die Distanzen (gross, mittel und nah) vor, während und nach dem Angriff in Verbindung mit den Schritten (2, 6+7) hingewiesen und diverse Übungsbeispiele präsentiert und miteinander verknüpft. Erschwerte Übungen bei multiplen Angriffen und der dadurch veränderten Distanz zeigten auf, wie wichtig die Rumpfgewandtheit in Kombination mit den Schritten und das unbedingte Halten des Gleichgewichts sein kann.

Bedrohungen mit einer Faustfeuerwaffe aus allen Richtungen in statischer und dynamischer Ausführung sowie in Verbindung mit verschiedenen Angriffsformen (Fassen der Kleider oder mit Schupsen etc.) und weitere Angriffsformen standen am Nachmittag auf dem Programm.

Im praktischen Teil des achten und letzten Advanced-Moduls war die Aufgabe ein einfaches Basic-Thema der Stufe 1 für die Stufe 3 der Könner aufzubereiten und zu präsentieren. Dabei stand vor allem das 3 Stufen-Modell im Zentrum, also WAS (technisch) unterrichte ich WIE (methodisch) für WEN (welche Lerngruppe). Dieser gemeinsame Erfahrungsaustausch wurde im Anschluss an die Lektionen jeweils reflektiert und miteinander besprochen.

Im Anschluss an die Gruppenarbeiten, zeigten Yutaka Koike (Ausbildungsteam) und Giuseppe Puglisi (Chefinstruktor KMS Schweiz) anhand von drei Themenbereichen: Krav-Fit und Krav-Boxing sowie Krav-Fighting (Combatives) und Abwehr im Bereich der Könnerstufe, wie man mit variantenreichem Training und Kreativität von der Anfängerstufe in die Könnerstufe wechseln oder übergehen kann. Im Zentrum standen dabei einmal mehr die verschiedenen Distanzen und Richtungen, in Verbindung mit defensivem und offensivem Vorgehen.

Übergänge aus dem Krav-Fighting in die Nah-Greif-Distanz mit Takedown oder Wurfsituationen oder Hebeltechniken zeigten, wie auf der Könnerstufe die verschiedenen Levels ineinanderfliessen und Situationen oder Szenarien frei gestaltet werden können. Dies auch unter Berücksichtigung und Einbindung der koordinativen Fähigkeiten (Gleichwicht, Orientierung, Reaktion, Differenzierung und Rhythmus) und den konditionellen Faktoren sowie den nötigen mental-taktischen Komponenten. 

Dieses erworbene Können wird nun an den bevorstehenden Prüfungen anfangs Mai getestet. Wir von der KMS Schweiz freuen uns und wünschen allen eine gute Vorbereitungszeit.

Herzlichen Dank und bis bald!

Chefinstruktor KMS Switzerland
Giuseppe Puglisi