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2. Krav Maga Trainerkurs 2026

Samstag, 02. Mai 2026 ging es mit dem 2. KMS Trainerkurs für die Centerleiter/innen, Assistenz-Instruktoren/innen sowie interessierte Instruktoren/innen der KMS Standorte in eine zweite Runde zum Thema - Krav Maga Combatives. Zu diesem zweiten Teil erschienen rund 40 Interessierte aus über 20 KMS Standorten der Schweiz. Erneut stand wie zum Jahresstart das komplexe Thema „Combatives“ auf dem Programm, wo technisches, taktisches und situatives Verständnis für kämpferische Auseinandersetzungen erläutert und während der dreistündigen Weiterbildung praktisch umgesetzt wurde.

Bei der Fortsetzung des Themas „Combatives“ wurde in diesem zweiten Teil vor allem auf die Übergänge von der Nah-Distanz zur Nah-Greif-Distanz und der defensiven sowie offensiven Abwehr eingegangen. Nebst diesen beiden Distanzzonen galt eine weitere Aufmerksamkeit der Richtung (vorne, seitlich oder hinten), also von wo ein Angriff erfolgt und auf welche Zone des Körpers oder Kopf diese ausgeführt werden. 

Im Mittelpunkt dieser weiterführenden Instruktoren-Ausbildung standen vor allem die Abwehrtechniken gegen Angriffe mit Schlägen aus den Advanced-Programmen, Level 4 und 5, mit offenen Händen, aber auch Blocktechniken mit der Unterarm-Aussen-und Innenseite sowie Trapping-Techniken für Angriffe im Nah-Bereich. Dabei waren einmal mehr zentral, das Ausweichen und Meiden sowie Verschieben des Körpers sowie gleichzeitig fliessende Übergänge für einen möglichen Gegenangriff.

Erneut wurde auf das Beherrschen der Beinarbeit sowie das Bewegungsgefühl aus dem Rumpf, als wichtige Voraussetzung hingewiesen, um nach dem Prinzip des Weitermachens (Retzev) oder nicht Nachgebens auf einen Angriff, die verschiedenen Möglichkeiten der Gegenwehr (Trapping-Techniken, Takedowns, Würfe oder z.b. ein Hebel etc.) auszuschöpfen. Aufgrund der Nah-Distanz oder aber auch der Nah-Greif-Distanz, zeigten die verschiedenen Angriffe in diesen beiden Distanzzonen auf, dass vor allem der Faktor Zeit und das damit einhergehend rasche Reagieren auf einen Angriff, wesentliche Punkte sind, auf die beim Üben dieser Trainingsform ein besonderes Augenmerk gelegt werden sollte. 

Eine weitere Herausforderung in der Nah-Greif-Distanz, ist das Arbeiten unter Zeitdruck und gleichzeitig nichts dem Zufall zu überlassen. Einmal mehr sind hier die kognitiven Prozesse, wie Wahrnehmung, Aufmerksamkeit oder aber auch das Antizipieren eines Angriffes essentiell und sollten im Training in Form von vielen Wiederholungen, um die Präzision der Gegenwehr zu steigern, automatisiert werden. Vor allem das Training der Wahrnehmungsprozesse für Angriffe mit Waffen (Messer) ist zentral und deshalb sollte in den Lektionen ebenso ein Augenmerk auf das Erkennen und Einschätzen sowie Entschärfen einer Gefahr, hingewiesen und Übungsformen der Deeskalation in die Trainings-Lektionen eingebaut werden. 

Das Thema „Combatives“ wird uns auch am Krav Maga - Spezial-Workshop, Ende August beschäftigen, wo nebst den Distanzen im Nah- und Greif-Bereich auch noch die Boden-Distanz und mögliche Situationen, auf mehreren Arbeitsplätzen vertieft werden können. 

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle Centerleiter/innen und Instruktor/innen die an dieser Aus- und Weiterbildung teilgenommen und diesen zweiten Trainerkurs mitgestaltet haben. 

Chefinstruktor KMS Schweiz
Giuseppe Puglisi