News mit dem Schlagwort “Messer”

Spezial-Lehrgang - Verteidigung gegen Messerangriffe/Teil 2

Samstag, 10. Juni 2017 startete unter der Leitung von Giuseppe Puglisi der zweite Teil des Spezial-Lehrganges - Verteidigung gegen Messerangriffe. Als Einstieg in den zweiten Ausbildungstag wurden Themen aus dem ersten Ausbildungstag (siehe Bericht 22. April) repetiert, so vor allem das Ausweichen und diverse Meidbewegungen, aber auch Schritte (Fussarbeit) sowie die verschiedenen Angriffswinkel, Blocktechniken und Distanzen zum Angreifer.

In einem erweiterten Programm ging es dann um das Greifen und Binden von Messerangriffen (Winkeln) aus den verschiedenen Lagen (stehend und liegend) sowie dem Reagieren mit diversen Konterschlägen und Fusstritten. In diesen interaktiven Übungen mit Schutzausrüstung konnte aufgezeigt werden, wie wichtig einmal mehr die Fuss- und Ausweicharbeit ist und es einiges an Übung (wiederholen, wiederholen, wiederholen…) braucht, um überhaupt einen wirksamen Treffer beim Angreifer zu landen. Drills und Wiederholungen sind ein MUSS!

Ein paar Übungssequenzen mit dem Vollschutzanzug (Red Men) unter erschwerten Bedingungen bildeten den Abschluss dieses ersten zweiteiligen Messer-Lehrganges, wo diverse Übungen auch im neuen Prüfungsprogramm der Krav Maga Self Protect Association implementiert worden sind.

Damit kein T-Shirt trocken blieb, waren nicht nur die schweisstreibenden Übungen verantwortlich, sondern auch die zu diesem Zeitpunkt kühlen Temperaturen (von ca. 32 Grad) im Center.

Dieser Messerlehrgang wird in Zukunft sicherlich eine Wiederholung erfahren, wo weitere Details zu diesem Thema eingebunden werden und die Abwehr gegen Messerangriffe stetig erweitert wird. Die nächste Möglichkeit für die Interessierten bietet sich bereits in rund 10 Tagen am Spezial-Workshop in Mürren, wo der Messer-Spezialist, Frans Stroeven (Holland) zu Gast sein wird. Nochmals herzlichen Dank für die engagierte Teilnahme!

Chefinstruktor KMS Switzerland
Giuseppe Puglisi

Spezial-Lehrgang: Verteidigung gegen Messerangriffe

Samstag, 22. April 2017 wurde unter der Leitung von Giuseppe Puglisi und Nenad Stojkovic von der Krav Maga Self Protect Association Switzerland, der erste Spezial-Lehrgang im Bereich Verteidigung gegen Messer durchgeführt. Die KMS Switzerland hat ihr bisheriges Verteidigungskonzept gegen Messerangriffe aufgrund der immer häufigeren Bedrohungen und Angriffe mit einem Messer oder ähnlichen Waffen (Werkzeuge ect.) überarbeitet und mit einem neuen Konzept Basic 1+2 sowie einem später geplanten Lehrgang Advanced 1+2 der heutigen Bedrohungslage angepasst.

Zum Einstieg in das Thema stand das Ausweichen und diverse Meidbewegungen mit den Beinen und dem Oberkörper auf dem Programm, das gleichzeitig auch als Aufwärmprogramm für die interessierten Lehrgangsteilnehmer/innen diente. Dabei wurde vor allem auf die Distanzen (gross, mittel und nah) in Verbindung mit den Schritten (2, 6+7) hingewiesen und diverse Übungsbeispiele präsentiert und miteinander vernetzt. Erschwerte Übungen bei multiplen Angriffen zeigten auf, wie wichtig die Rumpfgewandtheit in Kombination mit den Schritten ist und das Halten des Gleichgewichts.

Nachdem die wichtigste Grundlage mit dem Fundament (Fussarbeit und Standfestigkeit) anhand diverser praktischer Übungen und schriftlicher Dokumentation (Flipchart) vermittelt worden war, ging es darum die verschiedenen Blocktechniken mit offenen Händen und den Unterarmen mit der Fussarbeit sowie den Ausweich- und Meidbewegungen zu kombinieren. Auch hier wurden diverse Übungen aus verschiedenen Lagen (stehend, knieend und am Boden) und unter erschwerten Bedingungen mit eingebauten Stressoren geübt, die aufzeigten, wie schwierig - aber auch wie wichtig das Kennen der verschieden Distanzen (Reaktionszeiten) bei Messerangriffen ist.

Auch das Training der verschiedenen Angriffe mit einem Messer in der Eispickel-/Dolchhaltung oder Säbel-/Hammerhaltung und den diversen Angriffswinkeln machte allen Teilnehmer/innen klar, dass es für die Verteidigung gegen Messer sehr wichtig ist, zu verstehen wie jemand mit einem Messer angreift und deshalb auch der Umgang mit einem Messer (z.B. Messerkampf) geübt werden sollte. Vor allem die Bodenkampfsituationen mit einem Messer zeigten auf, wie unberechenbar und gefährlich solche Aktionen sind und wie viele Energie dabei in kürzester Zeit verbraucht wird.

Zum Schluss des ersten Teils (Basic 1) wurde noch ein weiterer schwieriger Teil - das Greifen und Binden eines Messerangriffs sowie das ausser Gefecht setzen eines Angreifers vorgestellt und umgesetzt. Dieser Teil wird dann am zweiten Kurstag (Basic 2) mit Schutzausrüstung eine Fortsetzung finden, wo es auch darum geht reale Szenarien unter Druck und erschwerten Bedingungen zu meistern.

Herzlichen Dank an alle Teilnehmer/innen für die engagierte Teilnahme, bis bald im Juni.

Chefinstruktor KMS Switzerland
Giuseppe Puglisi

Krav Maga Trainerkurs vom 03. September 2016 in Liestal

Am Samstag, 03. September 2016 startete die Krav Maga Self Protect Association nach der Sommerpause mit den 3. KMS Trainerkurs in die zweite Jahreshälfte und präsentierte den Interessierten das Thema Verteidigung gegen Messerangriffe und Messerkampf. Rund 50 interessierte Instruktoren/innen nahmen am diesem ersten Teil zu dieser heutzutage brisanten Thematik teil.

Als Einstieg wurden ein paar Waffen vorgestellt und ein paar Erklärungen dazu abgegeben, so auch, zum Kampf mit dem Messer und seine Bedeutung für uns, wenn wir uns gegen Messerangriffe oder Messerattacken wehren oder effizient verteidigen wollen. So ist es wie bereits vor ein paar Jahren in einem anderen Trainerkurs erläutert, wichtig zu verstehen, wie ein Messerkämpfer (aus diversen Angriffswinkeln) angreift, denkt oder taktisch vorgeht, damit man auch darauf vorbereitet ist. Erste Übungen im Aufwärmen waren so auf Ausweich- und Meidbewegungen (pendeln) ausgelegt und mit diversen Reaktionsübungen verbunden. Ein simpler Alltagsgegenstand wie eine PET-Flasche als Hilfsmittel bot dabei eine Menge an Spass, nebst der damit verbundenen physischen Herausforderung, welche bei diesen taktischen Aufwärmübungen miteinander verknüpft wurden. Auch das reaktive Blocken mit einer oder beiden Händen und den gleichzeitigen Ausweichschritten, war Bestandteil diverser Übungsformen.

Als nächster Schritt ging es darum die möglichen Griffarten beim Kampf mit einem Messer zu veranschaulichen und die verschiedenen Angriffswinkel anhand der Uhrzeit zu trainieren. Dies vor allem, mit Schneiden oder Stechen (Säbel- oder Eispickelgriff) mit einem Messer, wo aufgezeigt werden konnte, wie mögliche Angriffe und deren Gefährlichkeit überhaupt zustande kommen und welche Möglichkeiten der waffenlosen Verteidigung dagegen überhaupt eine Wirkung zeigen. Bei diesen Messerübungen ging es in erster Linie darum die gefährlichen Angriffe durch das Training zu üben und zu verstehen, damit - analog wie beim Sparring im Boxen - die Möglichkeiten der Angriffe frühzeitig erkennbar und so ein Ausweichen oder eine Meidbewegung (mit dem Kopf) sowie Blocken und Kontern einfacher umzusetzen ist.

Am Nachmittag wurden die Elemente Ausweichen, Meidbewegungen, Schritte, Blocks und Konter mit Hand- oder Fusstechniken sowie den Angriffen aus den verschiedenen Winkeln mit Schneiden oder Stechen intensiv geübt und miteinander vernetzt. Ein weiterer Schritt in der Basis dieser möglichen Ausbildungsform aus dem militärischen Bereich des Messerkampfes, waren dann nach erfolgtem Messerangriff, die hart geschlagenen Konter mit Hand oder Fuss auf die Pratze oder das Kissen.

Teil 2 dieser Ausbildung erfolgt im 4. KMS Trainerkurs im November, wo weitere Elemente wie z.B. die Sparringform mit Schutzausrüstung oder verschiedene Szenarien und Drillformen vorgestellt werden.

Besten Dank für Euren Einsatz und Engagement!

Chefinstruktor KMS Switzerland
Giuseppe Puglisi

Verteidigung gegen Messerangriffe mit dem Top-Spezialisten Frans Stroeven aus Holland

Am Samstag, 06. März 2016, lud die Krav Maga Self Protect Association Switzerland zum Messer-Lehrgang mit Frans Stroeven aus den Niederlanden ein. Der Lehrgang war mit 60 teilnehmenden Instruktoren/innen ausgebucht und fand in der Turnhalle Bifang in Lausen statt.

Frans Stroeven war bereits am Freitagabend aus Amsterdam angereist, wo zusammen mit seinem Vertreter aus der Schweiz, Lavinel Oltean (aus Luzern) das Programm für den Lehrgangstag mit dem Chefinstruktor, Giuseppe Puglisi, zusammengestellt wurde. Aufgrund der langjährigen Erfahrung von Frans Stroeven, ging es darum den Krav Maga Instruktorinnen und Instruktoren aufzuzeigen, was für eine Gefährlichkeit von Messerangriffen ausgeht und wie man sich gegen solche überhaupt verteidigen kann.

Der Einstieg am Samstagvormittag erfolgte mit Basic-Angriffen aus dem „filipino martial arts“, wo es darum ging, zu verstehen, wie diese Angriffe überhaupt ausgeführt werden und was für eine Strategie hinter einem Angriff steckt. Frans Stroeven zeigte den Teilnehmenden anhand von einfachen Übungen auf, wie man solche Angriffe mit leeren Händen, aber auch mit einem Messer bewaffnet abwehren kann. Interessant war dabei für die Instruktoren/innen zu erkennen, dass wenn ich diese Angriffe trainiere, auch besser verstehe, wie ich solche Angriffe im Umkehrsinn abwehren kann.

Beeindruckend, war vor allem mit was für einer Geschwindigkeit der 56-jährige Kampfkünstler sich bei Angriffen bewegte und seinen Gegenüber (mit leeren Händen oder bewaffnet) entwaffnete. Frans Storeven gab auch immer wieder Erklärungen, weshalb bei der „filipino martial arts“ leere Hände gegen Messer oder Messer gegen Messer sowie auch Stock gegen Messer trainiert wird. Die ersten beiden Stunden am Samstagvormittag gingen wie im Flug vorbei und alle freuten sich bereits auf den Nachmittag, wo es dann um das Thema Messerkampf ging, also Messer gegen Messer.

Der Nachmittag gestaltete sich etwas anspruchsvoller, da nun von allen Teilnehmenden erhöhte Konzentration und Koordination gefordert wurde. Einmal mehr kam die Präzision von Frans Stroeven zum Ausdruck, wenn er mit den verschiedenen Trainingsmessern komplexe Abläufe mit seinem Trainingspartner Lavinel Oltean vorzeigte und alle in Staunen versetzte.

Spätestens jetzt wurde allen klar, dass es gegen solch einen Spezialisten im Umgang mit einem Messer den wichtigsten Grundsatz gegen Messerangriffe einzuhalten gilt und zwar: rennen, rennen, rennen und nochmals rennen….

Auch er selbst meinte, wegrennen ist gegen ein Messer die beste Art sich zu Verteidigung oder wechsle die Strassenseite und wenn diese beiden Grundregeln nicht möglich sind, dann kämpfe bis zum Schluss. Zum Schluss dieses interessanten und intensiven Lehrganges, zeigte Frans Stroeven auch noch die Trainingsmethodik der „Flows“, wo mehrere Abwehr und Angriffe miteinander verbunden wurden und der eine oder andere an seine Grenzen kam, was „Aufnehmen, Verarbeiten und Umsetzen“ anbelangte.

Als Chef von der Krav Maga Self Protect Association Switzerland möchte ich mich an dieser Stelle bei allen teilnehmenden Instruktoren/innen recht herzlich bedanken und denke, dass alle sicherlich einiges von diesem Lehrgang mitnehmen konnten. Vor allem danken möchte ich aber dem Gastinstruktor aus Holland, der mit seiner humorvollen Art, die ernsthafte Thematik interessant vermittelte und immer wieder fundierte Erklärungen dazu lieferte. Ein Dank geht dabei auch an Lavinel Oltean, der als Trainingspartner von Frans einiges einstecken musste und Nenad Stojkovic, die diesen Lehrgang überhaupt möglich gemacht haben.

Aus meiner Warte gibt es sicherlich ein weiteres Zusammentreffen mit Frans Stroeven, wo dann nicht nur die Instruktorinnen und Instruktoren, sondern auch Basic und Advanced Interessierte vom grossen Wissensschatz des Frans Stroeven - profitieren können.

Chefinstruktor KMS Schweiz
Giuseppe Puglisi