KMS Trainerkurs zum Jahresabschluss

Samstag, 27. November 2016 folgten der Einladung zum letzten Trainerkurs, 67 Instruktoren/innen aus der KMS Switzerland und trafen sich im Hauptcenter zum gemeinsamen letzten Training und Jahresende (Rück- und Ausblick, Diplomvergabe, Apero) in Liestal.

Thema anlässlich dieses letzten Trainerkurses waren im zweiten Teil die Verteidigung gegen Messerangriffe und der Messerkampf selbst. Wie bereits im 3. Trainerkurs als Einstieg aufgezeigt, wurde nochmals die Wichtigkeit der verschiedenen Distanzen erläutert und die Verbindung zu den Ausweich- und Abwehrmöglichkeiten anhand etlicher Übungsbeispiele geübt. Einmal mehr kam die Fussarbeit in Kombination mit dem Verschieben des Rumpfes zum Ausdruck sowie die Kontrolle des Gleichgewichts im Gesamten. Nebst den technischen Aspekten in Zusammenhang mit Abwehr gegen Messerangriffe, wurde auch der koordinative sowie aber auch der Punkt - Schnelligkeit oder Reaktionsfähigkeit auf die Probe gestellt. Er zeigte den anwesenden Instruktoren/innen, dass die Abwehr eines Messerangriffs all diese Aspekte miteinander vereint und schon der kleinste Fehler zu einem Misserfolg, resp. in realen Konfliktsituationen zu einer tödlichen Gefahr werden können. Dies sowie auch der nötige Drill, mit anderen Worten, es genügt nicht eine Abwehrmöglichkeit ein paar Mal zu wiederholen, es muss verinnerlicht werden und das kann man nur mit regelmässigem Training - ab 1‘500 bis 10‘000 Wiederholungen!

Nach dem intensiven Vormittag kamen wir dann zur Diplomvergabe der neuen Instruktorin und Instruktoren sowie den neuen Advanced-Instruktoren 2016! Den Instruktoren/innen nochmals recht herzliche Gratulation und viel Erfolg in der zukünftigen Umsetzung.

Der krönende Abschluss an diesem letzten Trainerkurs war das Mittagsmenu von Hobbykoch - Denis Jost, der die Anwesenden mit seinen Kochkünsten wie bereits in allen den Jahren zuvor verwöhnte und für ein weiteres Highlight an diesem Trainerkurs sorgte. Herzlichen Dank an Denis Jost und René Wagner!

An dieser Stelle danke ich nochmals allen Centerleiter/innen und Instruktor/innen für die langjährige Unterstützung, dem persönlichen Engagement und wünsche alle eine erholsame Adventszeit - Frohe Festtage sowie einen guten Start ins 2017!

Chefinstruktor KMS Schweiz
Giuseppe Puglisi

Verteidigung und Selbstschutz gegen bewaffnete Angriffe (Weapons Spezial-Lehrgang Teil 2)

Samstag, 05. November 2016, ging es mit dem Thema Schutz der persönlichen Schusswaffe und Verteidigung mit der Schusswaffe bei Messerangriffen in das zweite Modul beim Spezial-Lehrgang - Weapons für Interessierte aus Behörden, Sicherheitsunternehmen und privat interessierten Sicherheitsfachleuten.

Auch in diesem zweiten Teil war die Bedrohung oder die Angriffe mit Stichwaffen - nebst dem Thema Schutz der persönlichen Schusswaffe - ein zentraler Ausbildungsaspekt. Dies, da wie bereits beim ersten Modul bemerkt, bei Straftatbeständen mit Messern oder stichwaffenartigen Gegenständen gedroht oder attackiert wird. Auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Sicherheitsunternehmen oder Behörden werden in der heutigen Zeit davon nicht verschont und immer wieder auch Opfer von bewaffneten Angriffen.

Das Verteidigen gegen gefährliche Messerangriffe bei gezogener Schusswaffe auf kurze Distanz zeigte den Teilnehmern/in auf, wie schwierig solche Angriffe zu verteidigen sind und wie wichtig die Reaktionsfähigkeit in Zusammenhang mit intuitivem Bewegen ist. Vor allem die Schwierigkeit mit einer Hand den Angriff zu verteidigen und mit der anderen Hand die Schusswaffe ohne Eigen- und Fremdgefährdung zu bedienen.

Das Schützen der persönlichen Waffe im oder ausserhalb des Holsters - also wenn jemand versucht die Waffe zu entreissen oder aus Reflex nach ihr greift, zeigte in der Verteidigung die Parallelen zu den herkömmlichen Krav Maga Befreiungstechniken (z.B. Handgelenk etc.) und Grundschritten beim Aus- und Zurückweichen. Je besser man diese beherrscht, je einfacher waren die etliche Varianten der diversen Zurückhaltetechniken der eigenen Schusswaffe in Nahkampfsituationen. Zum Schluss wurden dann die beiden Lehrgangsinhalte miteinander kombiniert, was einmal mehr aufzeigte, wie schwierig der gefahrenlose Ausgang von solchen Angriffen in Notsituationen - unter Stress - sein können.

Giuseppe Puglisi
KMS Switzerland

Ausbildung von Krav Maga Instruktoren/innen im Basis- und Advanced Lehrgang in Liestal

Freitag, 28. Oktober 2016, ging die Ausbildung der 20 Anwärter/in mit dem 2. Modul, resp. dem dreitägigen Basis-Lehrgang im Bereich Advanced in die zweite Runde.

Der Einstieg am Vormittag wurde mit der Abwehr / Verteidigung gegen Messerangriffe durch Giuseppe Puglisi und Bruno Trachsel geleitet, wo die optimierten Verteidigungsmöglichkeiten mit den Distanzen und die Gefährlichkeit solcher Angriffe jedem einzelnen näher gebracht wurden. In diesem Zusammenhang kamen einmal mehr die Grundschritte aus dem Basic-Bereich zum Tragen, woraus man die Schwierigkeiten der Distanzen, dem Timing und Wahrnehmen hervorhob und aufzeigte wie wichtig die Ausweich- und Meidbewegungen bei solchen gefährlichen Angriffen mit einem Messer oder ähnlichen Gegenstand sind. In einen zweiten Schritt ging es dann darum in der mittleren und kurzen (nah) Distanz die verschiedenen Möglichkeiten von Blocks mit offenen Händen sowie die klassischen Blocks mit den Unterarmen zu trainieren.

Mit Kombinationen aus Faustschlägen und Fusstritten für den Nahkampf ging es am Nachmittag weiter. Die Schwierigkeit einzelne Grundtechniken miteinander zu verbinden und diese einmal mehr aus verschiedenen Distanzen ins Ziel zu bringen, war nebst dem ganzheitlichen Arbeiten (Rumpf und Extremitäten) eine weitere Herausforderung für die Anwärterinnen und Anwärter. Zum Schluss ging es nochmals zum Thema Messerangriffe, wo es nun nach dem Einstieg am Morgen (unvorbereitet bei Angriffen), darum ging, wie reagiere ich vorbereitet auf einen Messerangriff, wenn ich keinen anderen Ausweg habe.

Parallel zum/r Instruktoren/innen Ausbildung fand gleichentags am Freitagabend, 28. Oktober das zweite Modul in der Advanced-Instruktoren-Aus- und Weiterbildung statt. In der Theorie wurde basierend auf dem ersten Modul (Trainings- und Bewegungslehre), das Steuern und Gestalten des Trainingsprozesses anhand des von Thomas Hertig erstellten Dreistufen-Modells erläutert und in Gruppenarbeiten verständlich gemacht. Dabei ging es darum verständlich zu machen, dass die Ausbildungsstruktur (Basic, Advanced und Instruktor) gegeben ist, aber die drei Lehr- resp. Lernniveaus hingegen, sowohl im Basic-, Advanced- und Instruktoren-Bereich flexibel eingesetzt werden können. In diesem Zusammenhang wurde dann auch die Verknüpfung der menschlichen Struktur und ihren Gelenken (Knotenpunkte) in Zusammenhang mit der Ausführung einer Technik (und dem Korrigieren) aufgezeigt.

Am Samstag, 29.10.2016 wurde den Instruktoren-Anwärter/innen unter der Leitung von Jürg Staubli und Bruno Trachsel die Themen Abwehr gegen Stockangriffe und Bedrohungen mit dem Messer vermittelt und parallel im Trainingsraum 2 durch Angelo Savorani und Nenad Stojkovic den Anwärtern im Bereich Advanced-Instruktoren die Aufgabe gestellt, eine Trainingslektion (mit Themen aus dem Advanced-Bereich) anhand des Dreistufen-Modells vorzubereiten und in Form einer kurzen Trainingslektion den Kollegen vorzustellen.

Giuseppe Puglisi gestaltete dann bei den Advanced-Instruktoren den Nachmittag mit diversen Beispielen aus Basic und Advanced-Techniken, um den Teilnehmer/in die verschiedenen Möglichkeiten wie das Dreistufen-Modell in den Trainings eingesetzt werden kann zu erläutern. Schaffen von Voraussetzungen, Kreativität und das Verstehen der drei Lehr- und Lernstufen war das Ziel für ein flexibles Handwerkzeug im täglichen Training.

Herzlichen Dank an die Teilnehmer/in für die wertvollen Inputs in den gezeigten Lektionen am Samstagvormittag und den geleisteten Einsatz an diesem 2. Modul!

Bild: Teilnehmer Advanced-Instruktoren-Lehrgang 2016 - 2018 / 2. Modul - Trainingslehre Advanced

Der Sonntagvormittag, 30.10. war dem Thema „Sicherheit im Training“ gewidmet.

Wie in den 12. Instruktoren-Lehrgängen von 2004 - 2015 wurde dieses Thema einmal mehr auch in diesem Jahr wie gewohnt von Adrian Waibel, (meproa GmbH) vermittelt, der selber etliche Jahre Kampfsport und auch Krav Maga trainierte. Für die Krav Maga Self Protect Association Switzerland ist wichtig, dass die angehenden Instruktoren/innen nicht nur das kompetente Vermitteln von Techniken und den persönlichen Eigenschutz als Aufgabe von Trainings leiten sehen, sondern auch der Schutz und die Sicherheit der teilnehmenden Personen im Fokus eines Trainings sein sollte. Das heisst, ein/e Instruktor/in trägt auch Verantwortung gegenüber den Teilnehmer/innen wenn sie/er unterrichtet und dazu gehört auch die Erhaltung der Gesundheit. Wir legen deshalb hohen Wert darauf, dass alle die bei uns unterrichten, auch die nötigen Grundkenntnisse im Bereich „Leben retten“ kennen und anwenden können.

Während rund drei Stunden vermittelte Adrian Waibel seine medizinischen Kenntnisse und begeisterte einmal mehr mit seinem enormen Fachwissen. Für seinen langjährigen Einsatz danken wir ihm einmal mehr recht herzlich.

Bedrohung mit Schusswaffen und Trapping-Techniken waren dann der Abschluss des 3-tägigen Instruktoren-Lehrgangs, wo die Teilnehmer/innen nochmals körperlich und mental gefordert wurden und die Gefährlichkeit, die von einer Schusswaffe ausgeht, verdeutlicht werden konnte.

Herzlichen Dank an alle Teilnehmer/in und bis bald in Liestal!!!

Giuseppe Puglisi
Chefinstruktor KMS Schweiz

Verteidigung und Selbstschutz gegen bewaffnete Angriffe (Weapons Spezial-Lehrgang)

Samstag, 01. Oktober 2016, präsentierte die KMS Switzerland das erste Modul zum Spezial-Lehrgang - Weapons für Interessierte aus Behörden, Sicherheitsunternehmen und privat interessierten Sicherheitsfachleuten zum Thema Verteidigung oder Selbstschutz gegen bewaffnete Angriffe - im speziellen mit Stock oder einem Tonfa (dieses auch besser bekannt als PR24 oder Polizeimehrzweckstock). Der Lehrgang war mit 16 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im ersten Modul ausgebucht.

Die Bedrohung mit Stichwaffen bei Entreissdiebstahl oder einem Raub und andern Delikten hat auch in der Schweiz in den letzten Jahren enorm zugenommen. Aber auch im täglichen Berufsalltag bei Behörden, Sicherheitsunternehmen, Pflege- und Rettungspersonal sowie auch bei sozialbetreuerischen und kommunalen Aufgaben im öffentlichen Dienst, wird immer öfters in Konfliktsituationen vor allem mit Messern oder gefährlichen Gegenständen gedroht und attackiert. Gestützt auf dieser Tatsache, wurde mit der Thematik gefährliche Angriffe mit einem Messer als Ausgangslage und den verschiedenen Angriffsmöglichkeiten gestartet.

So wurde beim Einstieg vor allem auf das Wahrnehmen und Erkennen eines Angriffs und die damit verbundenen Ausweich- und Meidbewegungen als erste Reaktion bei solchen Attacken eingegangen. Dabei wurden diverse Hilfsmittel für das Simulieren solcher Angriffe eingesetzt sowie die verschiedenen Angriffsmöglichkeiten mit einem Messer aus Sicht des Angreifers und die nötigen Blocks ohne Hilfsmittel aus drei Distanzen aufgezeigt.

Im einem weiteren Schritt wurden die Verteidigung - Blocktechniken mit einem Stock oder MEB und dem Tonfa (PMS) erlernt, woraus die Parallelen zu den bereits bekannten Blocktechniken aus dem Krav Maga ersichtlich wurden und damit die Einfachheit des Systems (mit oder ohne Hilfsmittel) sichtbar. Diverse Übungen und mögliche Szenarien aus diversen Lagen (am Boden oder auf einem Stuhl sitzend etc.) unter Stresseinlagen zeigten aber allen Teilnehmenden auf, wie schwierig das Bewältigen eines Messerangriffs (mit oder ohne Hilfsmittel) wirklich ist und auch selbst dann, wenn man all die Ausweich- und Abwehrmöglichkeiten beherrscht keine Gewähr - nicht verletzt zu werden - gegeben ist.

Giuseppe Puglisi
KMS Switzerland

4. KMS Advanced-Instruktoren Lehrgang in Liestal

Freitag, 09. September 2016, startete (seit 2009-2016) die vierte Auflage der Krav Maga Self Protect - Advanced Ausbildung für fortgeschrittene Instruktoren oder Leiter/innen von KMS Centern (die das Anforderungsprofil erfüllen). Die Aus- und Weiterbildung setzt sich aus 8 Modulen (à 1 ½ Tagen/9 Std.) mit verschiedenen Themenbereich zusammen und dauert 24 Monate.

Am ersten Modul des Lehrganges 2016-2018 nahmen 10 Instruktoren teil, die am Freitagabend mit zwei Theorielektionen (zu Handlungskompetenzen allgemein und der Kompetenz Methodik im speziellen) in die Ausbildung starteten. Das erste Modul zielte darauf hin, einerseits die Grundlagen der Instruktion im methodischen, wie aber andererseits im praktischen (technischen) Sinn anhand des 3-Stufen-Modells (Einsteiger, Fortgeschrittener und Könner) und den Koordinativen Fähigkeiten zu erörtern und für alle Instruktoren besser verständlich zu machen.

Als Einstieg in die Praxis, wurden am Samstagvormittag unter der Leitung der beiden stellvertretenden KMS Chefinstruktoren Angelo Savorani und Nenad Stojkovic - Gruppen à je zwei Personen zusammengestellt, welche individuell eine Lektion von 15 Minuten vorbereiteten. Die Themen (Techniken) waren aus dem Basic-Programm und mussten an eine koordinative Fähigkeit (Orientieren, Differenzieren, Reagieren, Rhythmisieren und Koppeln) geknüpft und unterrichtet werden. Das Ziel dieser Gruppenarbeit war für die Teilnehmer/in, mit einfachen Basic-Techniken zu variieren oder kreative, mit taktischen Elementen verbundene Trainingssequenzen für Einsteiger, Fortgeschrittene und Könner abwechslungsreich zu gestalten.

Die vermittelten Themen und Trainingsübungen am Nachmittag, dienten dazu die Verknüpfung mit dem 3-Stufen Modell aufzuzeigen sowie Variationen, Drillübungen, taktisch-mentale Übungen daraus zu kreieren. Dabei ging es wie am Vormittag darum, die methodischen Möglichkeiten mit einfachen Basic-Techniken auf Einsteiger-, Fortgeschrittenen- und Könner-Stufe einzusetzen und den Teilnehmern/in die Vielfalt von Übungen zu zweit, zu dritt und mit vier Personen erleben zu lassen. Nebst der methodischen Kompetenz eines Instruktors/in im Basic-Bereich, zeigte das erste Modul dieser Ausbildung für höhere Instruktoren auch auf, dass durch strukturierte Lektionen mehrere Aspekte wie: Kondition und Emotion (in der Energie) sowie Koordination und Mental-Taktik (in der Steuerung) miteinander (physisch/psychisch) vernetzt werden können.

Herzlichen Dank an die Instruktoren, für Ihre kreativen Inputs und dem engagierten Gestalten des 1. Moduls. Das zweite Modul findet am 28./29. Nov. 2016 statt und ist das Erarbeiten von Advanced - Lektionen im Bereich der Methodenkompetenz.

Giuseppe Puglisi
Chefinstruktor KMS Schweiz

13. Krav Maga Self Protect Instruktoren-Lehrgang in Liestal

Freitag, 09. September 2016, reisten 20 Interessierte Anwärterinnen und Anwärter aus diversen Regionen der Schweiz, zum dreitägigen Instruktoren-Lehrgang ins Krav Maga Self Protect Hauptausbildungscenter nach Liestal (BL).

Die dreitätige Grundausbildung à jeweils 6 Stunden pro Tag, startete am Vormittag mit Grundstellungen, den modifizierten Grundschritten (1-8) sowie den bekannten Verschiebungen des Körpers (1-3), Ausweichmanövern und einfachen Übungsbeispielen zur Verteidigung und ersten Schlagtechniken.

Pendeln, Blocken gegen Faustschlagangriffe stand am Nachmittag auf dem Programm sowie eine weitere Session Schlagtechniken und Kombinationen.

Durch den ersten Tag führten die beiden stellvertretenden ChefinstruktorenBruno Trachsel (Stv. KMS CH), Nenad Stojkovic (Stv. KMS CH) und Giuseppe Puglisi, Chefinstruktor KMS Schweiz.

Am zweiten Ausbildungstag Samstag, 10. September 2016 wurden die Themen einfache Befreiungen (Handgelenkbefreiungen, Reversgriffe), aber auch gefährliche Würgegriffe von vorne, der Seite und hinten und Umklammerungen unterrichtet und den Teilnehmer/innen im Detail erklärt. Tritttechniken und diverse Ellenbogenschläge als ultimative Notwehrtechniken rundeten das intensive Programm dieses zweiten Ausbildungstages ab, wo auch Angelo Savorani (Stv. KMS CH) ein Mitglied vom Ausbildungsteam der KMS Schweiz mitwirkte.

Blocktechniken (360 Grad) mit Giuseppe Puglisi und Trainings- und Bewegungslehre mit Thomas Hertig (KMS Advanced-Instruktor), standen am Vormittag des dritten Ausbildungstages auf dem Programm. Thomas der beruflich als Turn- und Sportlehrer und auch für die Sportfachschule in Magglingen als Ausbilder, resp. in der Funktion eines Fachleiters tätig ist, führte die interessierten durch seinen Vortrag und vermittelte was Unterrichten für eine oder einen angehenden Instruktor/in wichtig ist und gab seine Erfahrungen aus seiner eigenen langjährigen Tätigkeit an die teilnehmenden Anwärterinnen und Anwärter weiter.

Mit dem Thema Verteidigung aus der Bodenlage wurde es am Sonntagnachmittag nochmals intensiv und anstrengend. Zu Fall kommen (vorne oder hinten) und mit der korrekten Technik das Körpergewicht auffangen oder Aufstehen aus der Bodenlage sowie Verhalten in dieser waren der Einstieg in dieses komplexe, aber auch wichtige Thema im Krav Maga. Schnell wurde allen klar, wie anstrengend eine Auseinandersetzung auf der Strasse am Boden sein kann und dass es diese wenn möglich zu vermeiden gilt. Daher war korrekte Technik und Sicherheit beim Aufstehen aus einer Gefahrensituation ein wichtiger Aspekt sowie das auf Distanzhalten eines Angreifers.

Verteidigungen gegen Kragengriffe, Angriffe mit Schwitzkasten, Unterarmwürger und Doppelnelson bildeten den Abschluss der 3-tägigen Ausbildung im Basic-Bereich der Krav Maga Ausbildung. Das Ausbildungsteam der KMS Schweiz dankt den Teilnehmenden für ihre Disziplin während des Kurses - was auch Sicherheit im Training bedeutet und freut sich auf das zweite Modul mit Euch.

Herzlichen Dank an alle Teilnehmer/innen und bis bald im Advanced - Modul Ende Oktober (28. - 30. Oktober 2016) in Liestal.

Giuseppe Puglisi
Chefinstruktor KMS Schweiz

Krav Maga Trainerkurs vom 03. September 2016 in Liestal

Am Samstag, 03. September 2016 startete die Krav Maga Self Protect Association nach der Sommerpause mit den 3. KMS Trainerkurs in die zweite Jahreshälfte und präsentierte den Interessierten das Thema Verteidigung gegen Messerangriffe und Messerkampf. Rund 50 interessierte Instruktoren/innen nahmen am diesem ersten Teil zu dieser heutzutage brisanten Thematik teil.

Als Einstieg wurden ein paar Waffen vorgestellt und ein paar Erklärungen dazu abgegeben, so auch, zum Kampf mit dem Messer und seine Bedeutung für uns, wenn wir uns gegen Messerangriffe oder Messerattacken wehren oder effizient verteidigen wollen. So ist es wie bereits vor ein paar Jahren in einem anderen Trainerkurs erläutert, wichtig zu verstehen, wie ein Messerkämpfer (aus diversen Angriffswinkeln) angreift, denkt oder taktisch vorgeht, damit man auch darauf vorbereitet ist. Erste Übungen im Aufwärmen waren so auf Ausweich- und Meidbewegungen (pendeln) ausgelegt und mit diversen Reaktionsübungen verbunden. Ein simpler Alltagsgegenstand wie eine PET-Flasche als Hilfsmittel bot dabei eine Menge an Spass, nebst der damit verbundenen physischen Herausforderung, welche bei diesen taktischen Aufwärmübungen miteinander verknüpft wurden. Auch das reaktive Blocken mit einer oder beiden Händen und den gleichzeitigen Ausweichschritten, war Bestandteil diverser Übungsformen.

Als nächster Schritt ging es darum die möglichen Griffarten beim Kampf mit einem Messer zu veranschaulichen und die verschiedenen Angriffswinkel anhand der Uhrzeit zu trainieren. Dies vor allem, mit Schneiden oder Stechen (Säbel- oder Eispickelgriff) mit einem Messer, wo aufgezeigt werden konnte, wie mögliche Angriffe und deren Gefährlichkeit überhaupt zustande kommen und welche Möglichkeiten der waffenlosen Verteidigung dagegen überhaupt eine Wirkung zeigen. Bei diesen Messerübungen ging es in erster Linie darum die gefährlichen Angriffe durch das Training zu üben und zu verstehen, damit - analog wie beim Sparring im Boxen - die Möglichkeiten der Angriffe frühzeitig erkennbar und so ein Ausweichen oder eine Meidbewegung (mit dem Kopf) sowie Blocken und Kontern einfacher umzusetzen ist.

Am Nachmittag wurden die Elemente Ausweichen, Meidbewegungen, Schritte, Blocks und Konter mit Hand- oder Fusstechniken sowie den Angriffen aus den verschiedenen Winkeln mit Schneiden oder Stechen intensiv geübt und miteinander vernetzt. Ein weiterer Schritt in der Basis dieser möglichen Ausbildungsform aus dem militärischen Bereich des Messerkampfes, waren dann nach erfolgtem Messerangriff, die hart geschlagenen Konter mit Hand oder Fuss auf die Pratze oder das Kissen.

Teil 2 dieser Ausbildung erfolgt im 4. KMS Trainerkurs im November, wo weitere Elemente wie z.B. die Sparringform mit Schutzausrüstung oder verschiedene Szenarien und Drillformen vorgestellt werden.

Besten Dank für Euren Einsatz und Engagement!

Chefinstruktor KMS Switzerland
Giuseppe Puglisi

Erfolgreiche Krav Maga Advanced-Instruktoren Prüfungen im Hauptcenter der KMS Schweiz

Foto: H-Reihe: Giuseppe Puglisi (P-Experte), Yutaka Koike (Liestal), Tomislav Mesarek (Luzern), Raphael Vögtli (Windisch), Michael Klaproth (Basel), Nenad Stojkovic (P-Experte), Angelo Savorani (P-Experte), V-Reihe: Rolf Luder (Basel), Alex Sipos (Riehen), Horst Matzke (Thun), Roger Wyss (Oftringen) und Roland Stadler (Oftringen).

Am Freitag/Samstag, 26./27. August 2016 fanden nach 2011 und 2013 die dritten KMS Advanced-Instruktoren-Prüfungen der Krav Maga Self Protect Association statt. Nach rund 24 Monaten Ausbildung in Form modulartiger Lehrgänge à 1 ½ Tage (8 Module), stellten sich 9 Anwärter den anspruchsvollen Prüfungen, wo nebst der schriftlichen Arbeit, eine theoretische und praktische Prüfung von den Kandidaten absolviert werden musste.

Im theoretischen Test wurde am Freitagabend in einer rund dreistündigen (schriftlichen) Prüfung der Lehrstoff der letzten 24 Monate getestet, Schwerpunkt war dabei vor allem das Thema Unterrichtslehre und allgemeines Wissen, Kenntnisse im Umgang mit Faustfeuerwaffen, Handlungskompetenzen, Women Protect und Kenntnisse zum Thema Eigenschutz allgemein, wie aber auch für andere Zielgruppen mit beruflichen Herausforderungen.

Der zweite Prüfungstag war ganz der Praxis gewidmet, wo die Anwärter ihr Können im Bereich der Handlungskompetenzen, Unterrichtslehre und dem Erteilen einer Lektion demonstrieren und unter Beweis stellen konnten. Am Vormittag konnte jeder seine vorbereitete Lektion einzeln präsentieren und am Nachmittag ging es um eine Teamarbeit in der Gruppe (3).

Nach Auswertung der Theorieprüfungen (Nachtschicht eingelegt) und den praktischen Darbietungen konnte den 9 Anwärtern von den Prüfungsexperten zum Bestehen des Adanced-Instruktors gratuliert werden. Wir von der Krav Maga Self Protect Association Switzerland danken den 9 Anwärtern für ihren unermüdlichen Einsatz und das Engagement während der letzten 24 Monate und sind stolz auf unsere neuen Advanced-Instruktoren in der Organisation. An dieser Stelle wünschen wir allen weiterhin viel Freude beim Unterrichten und Spass beim Transfer ihres erworbenen Wissens an ihre Schülerinnen und Schüler an den verschieden Standorten.

Herzliche Gratulation!

12. KRAV MAGA Workshop in Mürren/BE mit Spezial-Gast und Krav Maga Ausbilder Amnon Maor aus Israel

Freitag, 24. Juni 2016, bei strahlendem Sommerwetter war einmal mehr der Start zum alljährlichen 12. KMS Spezial-Workshop in Mürren. Rund 85 Teilnehmerinnen und Teilnehmer reisten dieses Jahr zum 3-tägigen Sommer-Camp 2016 und genossen nebst dem Training die eindrückliche Bergkulisse, die man auch als „Ort der Kräfte“ bezeichnen könnte, da sie den Teilnehmenden Lebensqualität und dadurch Vitalität und Power verleiht. Diese Power wurde noch durch unseren Spezial-Gast, Amnon Maor aus Israel unterstützt.

Eine erste Trainingseinheit stand nach dem Mittagessen auf dem Programm, wo Krav Maga Grundlagen-Training im Bereich Basic und Advanced von Amnon Maor auf der einen Seite und mit Giuseppe Puglisi und dem KMS Ausbildungsteam (Bruno Trachsel, Angelo Savorani, Nenad Stojkovic und Jürg Staubli) der Spezial-Workshop gestartet wurde. Amnon Maor unterrichte im Advanced Bereich zum Thema Befreiungen und den weiterführenden Möglichkeiten wie z.B. Hebel oder Würger sowie Würfe und Giuseppe Puglisi hingegen ging auf das Thema der Verteidigung in acht Richtungen (sowie den möglichen Schritten) ein. Beide wurden durch die vier Stellvertreter Bruno, Angelo, Nenad und Jürg von der KMS Schweiz bei diesem Einstieg unterstützt, damit auch Einsteiger die erst kürzlich mit Krav Maga begonnen hatten, davon profitieren konnten. Was Intensität anbelangte, liessen wir es auf rund 1700müM langsam angehen, damit sich unser Betriebssystem (Body) langsam daran gewöhnen konnte.

Für das Samstagprogramm wurde dieses Jahr mit deren drei Spezial-Themen (Messerangriffe, mehrere Angreifer und das Verteidigen mit div. Kurzstöcken) gearbeitet, wo jede und jeder auf seine Kosten kam. So wurde bei Amnon (assistiert von Angelo und Jürg) das Thema Messerangriffe behandelt, wo er speziell auf die perfiden Angriffe ohne Vorankündigung einging und dabei erläuterte, wo vor allem die Schwierigkeiten bei solchen Angriffen liegen. Beim Thema mehrere Gegner (bei Bruno und Peter) ging es vor allem darum, sich mit der Situation anzufreunden, dass es in der heutigen Zeit immer öfter vorkommt, dass man nicht nur von einer Person angegriffen wird, sondern zwei oder mehrere aggressive Personen einen gefährlichen An- oder Übergriff auf eine Person verüben.

Beim dritten Thema (Nenad / Giuseppe) stand der Umgang sich mit einem Kurzstock anzufreunden, damit man diesen in Notfall oder Notwehr-Situationen gegen gefährliche, evtl. bewaffnete Angriffe effizient einsetzen kann im Zentrum. Die defensive Haltung mit den fünf verschiedenen Blocktechniken stand im Vordergrund, aber auch Konter- oder Angriffsmöglichkeiten sowie der Umgang mit einem Small-Stick waren Teil dieses Ausbildungsblockes. Damit alle in den Genuss dieser Spezialthemen kamen wurde im Rotationsprinzip gearbeitet. Im Anschluss an diesen Spezial-Day, gab es wie bereits in den letzten beiden Jahren von Herr Schlotze und seinem Team ein „feines Nachtessen“ sowie der obligate Ausgang zu den diversen Bars im „grossen“ Mürren und Pflichtprogramm „Blüemlicheller“ für die Kravisten/innen der KMS Schweiz.

Zum Abschluss des 3-tägigen Spezial-Workshops waren das Spezialtraining von Amnon Maor sowie der Stress-Drill-Parcours von Jürg und Nenad die Highlights an diesem Sonntagvormittag. Körperlichen Physis -also Ausdauer und Kraft waren gefragt, resp. der Durchhaltewille und auf der anderen Seite, filigrane Hebel- und Zugrifftechniken für Sicherheits- oder Polizeibehörden.

Der intensive Vormittag war dann aber im Nu vorbei und gegen 1130 Uhr hiess es dann schon wieder auf Wiedersehen bis im kommenden Jahr. Einmal mehr ging ein toller, lehrreicher und intensiver Krav Maga Spezial-Workshop aber auch geselliges Sommer-Camp mit gleichgesinnten Freunden aus der Krav Maga Szene dem Ende zu. Trotz Fussball-EM Spielen und dem knappen Aus der Schweizer Fussballer, fand unter den Kravisten ein freundschaftlicher Kontakt, inner-und ausserhalb der eigenen KMS Center statt.

Als verantwortlicher Leiter der KMS Schweiz, möchte ich mich bei unserem Gast - Amnon Maor - aus Israel, für seinen Besuch am diesem 12.KMS Spezial-Workshop / Sommer-Camp 2016 sowie für seine Ausführungen und Trainings an diesem Anlass recht herzlich bedanken! Ein herzlicher Dank geht einmal mehr auch an meine Stellvertreter - Bruno, Angelo, Nenad und Jürg sowie Peter Kropf für die Mithilfe in der Instruktion sowie dem Peter einmal mehr für seine professionellen Fotos vom Workshop.

Gefreut hat mich auch die Teilnahme von Ismet Mehmeti, den ich anlässlich der ersten Instruktoren-Lehrgänge mit Amnon Maor im Jahre 2000/2001 in Liestal kennen lernte und der wie Bruno, Angelo, Nenad und Jürg - ein Krav Maga Instruktor der ersten Stunde und seit Anbeginn dabei ist.

KMS Ausbildungsteam mit Gastausbilder - Amnon Maor aus Israel und seinem Instruktor Ismet Mehmeti.

Herzlichen Dank!

Festnahme - Spezial-Lehrgang Modul 2 - Fesselungs- und Transporttechniken

Samstag, 11. Juni 2016, ging es mit dem Spezial-Lehrgang - Festnahme und dem Thema Fesselungs- und Transporttechniken in die zweite Runde. Als Einstieg ins zweite Modul gab es eine kurze Einführung in die Rechtsgrundlagen bei Anwendung von unmittelbaren Zwangsmassnahmen mit Handschellen oder ähnlichen Hilfsmitteln sowie den nötigen Bewilligungen beim Ausüben dieser Tätigkeit. Korrekte Handhabung der Handschellen zwecks Fesselung einer Person, war dann anschliessen der Start in die Praxis. Dabei wurden die Basis-Positionen stehend, knieend und liegend als Ausgangslage geschult; wo es vor allem um das Einschleifen und das Bedienen der Handschellen ging, also wie nehme ich das Fesselungsinstrument richtig in die Hand, damit die Fesselungstechniken auch reibungslos ablaufen.

Nebst dem Umgang mit dem Hilfsmittel „Handschellen“ ging es dann in einem nächsten Schritt das Gelernte aus dem ersten Modul mit den Fesselungs- und anschliessenden Transporttechniken zu verknüpfen. Dabei wurde nochmals auf das Schema der Personenkontrolle, aber auch auf die Zugriff-, Überwältigungs- und Fixierungstechniken eingegangen, damit einerseits ein roter Faden zum Thema Festnahme und andererseits ein reibungsloser und sicherer Ablauf bei dieser Tätigkeit als Sicherheitsbeamter/in sichtbar werden konnte.

Zum Schluss wurden auch Möglichkeiten bei renitenter Kundschaft und die damit verbundene Gefährlichkeit demonstriert sowie Transporttechniken mit Griff ohne Einsatz der Handschellen oder irgendwelchen Fesselungsmethoden. Das Thema „Lagebedingter Erstickungstod“ stand dabei immer wieder im Zentrum der Instruktion, vor allem bei den Fixierungs- und Fesselungstechniken, wenn ein Festzunehmender ausser Kontrolle geraten sollte und dabei auch die Personen welche ein solche Zwangsmassnahme umsetzen müssen, dabei selber in eine Stresssituation kommen.

Auch im Modul zwei war nebst dem technischen und rechtlichen Teil, auch der persönliche Eigenschutz ein wichtiger Aspekt in der Ausbildung, damit bei ausserordentlichen Situationen das Überstehen (allenfalls Überleben) solcher Stressmomente nicht einfach dem Zufall überlassen wird. Die KMS Switzerland dankt den Teilnehmer/innen für Ihr Interesse.

Giuseppe Puglisi
KMS Switzerland