Kurse

15. Krav Maga Spezial-Workshop und KMS Sommer-Camp in Gstaad/BE

Freitag, 14. Juni 2019, ging die Reise zum 15. KMS Spezial Workshop und Sommercamp 2019 erstmals in eine andere Richtung im Berner Oberland - nämlich ins schöne Saanenland nach Gstaad. Dort im erst neu sanierten Sportzentrum Gstaad auf rund 1'000 Meter über Meer, fanden wir ideale Trainings-Bedingungen was die Räumlichkeiten und aber auch mit den Sportlodges was die Übernachtungen anbelangte. Wie in den Jahren zuvor reisten auch an diesem 15. KMS Workshop rund 55 Teilnehmer/innen aus den diversen KMS Centern der Schweiz an und freuten sich bei milden Temperaturen auf die drei folgenden Trainings-Workshop-Tage. Vom KMS Ausbildungsteam waren an dieser Premier die Stellvertreter - Bruno Trachsel, Angelo Savorani, Nenad Stojkovic, Jürg Staubli und vom Ausbildungsteam Thomas Hertig, Olivier Summermatter und Peter Kropf mit dabei sowie etliche Instruktoren aus der KMS Schweiz mit ihren Teams.

Wie jedes Jahr starteten wir am Anreisetag mit zwei ersten Angewöhnungstrainings, die wir in den beiden für uns reservierten Gruppenräumen (Fitnesscenter) innerhalb des Sportzentrums Gstaad absolvieren durften. Roland Pfäffli vom „Move It Fitness“ und KMS Centerleiter Gstaad hatte uns im Vorfeld die Räumlichkeiten und Unterkünfte für den Spezial-Workshop organisiert. Die ersten beiden Lektionen dienten als Vorbereitung für das eigentliche Workshop-Thema „Eigenschutz im Alltag“, wo es einmal mehr darum ging, wie ich mich in einer Konfliktsituation mit einfachen Befreiungen oder aus der Bodenlage verteidigen kann. Das zweite Angebot „Abwehr gegen Messerangriffe“ war der zweite Themenbereich, wo es darum ging, erkenne ich die Gefahr, kann ich überhaupt rechtzeitig darauf reagieren und wie ist mein Distanzverhalten in diesem Moment. Nach drei ersten intensiven Trainingsstunden freuten sich alle auf das wohlverdiente Nachtessen und den Ausgang in der Gstaader - Promenade.

Angelo Savorani im Einsatz beim Thema Befreiungen

Korrektes Verhalten aus der Bodenlage und Aufstehen mit Bruno Trachsel

Eigenschutz im Alltag stand am Samstag auf dem Programm. Die Teilnehmer/innen wurden in drei Gruppen eingeteilt und besuchten im Rotationsprinzip drei Themenbereiche. In den beiden Gruppenräumen im Sportzentrum wurden die Themen „Blocken/Befreiungen“ und „Mehrere Angreifer“ behandelt. Im Aufenthaltsraum der Sportlodge gab es zuerst einen theoretischen Teil und im Anschluss diverse Szenarien, die in Form einer gemeinsamen Gruppenarbeit durchgespielt, analysiert und reflektiert wurden. Der Spassfaktor kam dabei, beim einen oder anderen Szenario auch nicht zu kurz. Mit diesem Spezial-Thema „Eigenschutz im Alltag“ wurde wieder einmal versucht die Interessierten zu sensibilisieren, wie wichtig die Wahrnehmung und eigene Wachsamkeit im heutigen Alltag ist und wie wenig es braucht sich des eigenen Gefahrenradars wieder bewusst zu werden. Die beiden technischen Arbeits-Trainings-Bereiche dienten dazu, sich auch gegen mehr als einen Angreifer zu verteidigen und zu behaupten sowie nicht zu unterschätzen, wie wichtig und hilfreich das Abwehrverhalten, also simple Blockarbeit in einer Konfliktsituation sein kann.

Trainingsszenario für der Sportlodge in Gstaad

Diverse Blocks und deren Befreiung aus Notsituationen mit Nenad Stojkovic

Mehrere Angreifer mit Übungssequenzen unter erschwerten Bedingungen mit Jürg Staubli

Nach einer kurzen Nacht von Samstag auf Sonntag im Gstaader-Night-Life, ging es am Sonntagvormittag mit den Themen „Messerdrills“ und „Krav-Boxing Drills“ nochmals so richtig zur Sache. Bei den speziellen Krav Maga Messerdrills zeigte Nenad und Jürg die Weiterführung von Abwehr und Konter auf sowie welche Fertigkeiten man sich mit dem nötigen Trainings aneignen kann. Auf der anderen Seite wurde durch Giuseppe und Bruno das Krav-Boxing zur persönlich-mentalen Herausforderung. Dabei standen vor allem wiederum die koordinativen Fähigkeiten im Vordergrund, resp. das Koordinieren von Fuss, Hand und Auge in Bewegung. Scheinbar leichte Übungen /Anwendungen entpuppten sich zu schwierigen Übungen, da sie links und rechts ausgeführt sowie in Kombination mit beiden Seiten erarbeitet wurden und aufzeigten, wie man seine persönliche Weiterentwicklung bis zum Instruktor-Level mit simplen Basic-Übungen vorantreiben kann. Das Ganze in Drillform ergab dann gleichzeitig auch eine konditionelle Angelegenheit im Kraft- und Ausdauerbereich und forderte bis zum Schluss auch den kampferprobten Teilnehmer.

Nach einem rund 2 ½ Stunden intensiven Vormittag, war gegen 1145 Uhr dieser 15. KMS Workshop in Gstaad vorbei und Zeit - auf Wiedersehen zusagen. Wie all die Jahre zuvor in Mürren ging in Gstaad mit der Premiere ein lehrreicher und intensiver Krav Maga Spezial-Workshop, aber auch geselliges Sommercamp mit gleichgesinnten Freunden aus der Krav Maga Szene Schweiz wieder einmal viel zu schnell zu Ende.

Als verantwortlicher Leiter der KMS Schweiz, möchte ich mich bei meinem ganzen Ausbildungsteam der KMS Schweiz (Nenad, Bruno, Angelo, Jürg, Olivier und Peter) einmal mehr für das Mithelfen und Gestalten dieses einzigartigen Sommerevents recht herzlich bedanken sowie aber auch bei den vielen Teilnehmer/innen aus der ganzen Schweiz die mit ihrer Teilnahme und ihrem Einsatz zum Gelingen dieses Anlasses beigetragen haben.

Vor allem geht ein grosses Dankschön an Roland Pfäffli und seine Frau Amelie vom Fitnesscenter „Move It“ im Sportzentrum Gstaad, die zusammen mit den verantwortlichen Personen vor Ort und Ihrem Engagement im Vorfeld und am Anlass selber zum Gelingen dieses ersten Gstaader - KMS Spezial Workshops ihren wertvollen Beitrag geleistet haben. Erste Rückmeldungen der Teilnehmer/innen - wir kommen gerne wieder nach Gstaad und freuen uns bereits jetzt auf den 16. KMS Spezial Workshop in spätestens einem Jahr!

Herzlichen Dank!

2. Krav Maga Self Protect Trainerkurs 2019

Samstag, 04. Mai 2019 war mit dem 2. KMS Trainerkurs eine weitere Aus-und Weiterbildung auf dem Jahresprogramm der Krav Maga Self Protect Association Switzerland, die ihre Centerleiter/innen, Assistenz-Instruktoren/innen sowie interessierte Instruktoren/innen der KMS Standorte ins Hauptcenter nach Liestal lud. Zu diesem zweiten Weiterbildungskurs erschienen einmal mehr über 60 Interessierte aus über 30 KMS Standorten der Schweiz.

Wie bereits im ersten Trainerkurs ging es auch im zweiten Aufeinandertreffen der Leiter und Trainer darum, die praktische Umsetzung mit dem im letzten Herbst erschienenen Prüfungshandbuch den Anwesenden in Form von verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten weiterzugeben. Vor allem stand einmal mehr das Anwenden und Variieren wie bereits im ersten Trainerkurs im Zentrum. Nur, dass dieses Mal nicht die Kernbewegungen des Krav-Boxings näher betrachtet wurde, sondern die Vielfalt des Blockens aus dem Basic-Bereich der drei Levels.

Auch hier kam einmal mehr das methodische Konzept und seine etlichen Möglichkeiten eine Lektion einfach oder gleichzeitig anspruchsvoll zu gestalten zum Einsatz. Vor allem im physischen und koordinativen Bereich, kamen die anwesenden Instruktoren/innen was die Orientierung, die Reaktion und das Gleichgewicht betraf an ihre Grenzen. Einfache verschiedene Übungen für die Abwehr mit 360 Grad Blocks zeigten, wie wichtig, das Erkennen der Angriffszone (Z1, Z2 und Z3) und das entsprechend reflexartige Reagieren sind. So auch noch etwas anspruchsvoller von der Konzentration und Physis, wenn mit dem gleichen Thema gleich mehrere Angreifer auf jemanden einschlagen und dabei Störeffekte eingebaut werden, die in solchen Übungen (oder eben Situationen) Stressverstärker sind und es trotz erschwerten Bedingungen gilt klaren Kopf sowie Übersicht zu behalten.

Eine Steigerung und Herausforderung in Form von Drills mit Innen- und Aussen-Unterarmblocks folgte am Nachmittag, wo mit einfachen Angriffen wie Jab, Punch oder Hakenschlägen und verschiedenen Schrittfolgen oder Angriffen aus diversen Richtungen die Vielfalt des Variierens in anderer Art und Weise näher gebracht werden konnte. Auch die Drillformen mit mehreren Angreifern aus diversen Richtungen und verschiedenen Angriffen, brachte selbst erfahrene Instruktorinnen und Instruktoren ins „Schwitzen“. Damit konnte aufgezeigt werden, dass selbst langjährige Mitglieder im Fortgeschrittenen und Könner-Bereich, mit einfachen Basic-Techniken etwas anders verpackt, gefordert und immer wieder in den Trainings motiviert werden können.

Die Abwehr gegen Messerangriffe aus der mittleren Distanz und die Möglichkeiten der verschiedenen Übungsbeispiele, bildeten den Abschluss dieses zweiten Trainerkurses unter dem Thema - Anwenden und Variieren - der Krav Maga Self Protect Association. Auch hier war das Ziel wie bereits in der ersten Trainerausbildung im Januar, der einfache Umgang mit dem Prüfungshandbuch und dem Aufzeigen der vielen Möglichkeiten mit diesem Hilfsmittel für das wöchentliche Training.

Herzlichen Dank den Centerleiter/innen, Assistenz-Instruktoren/innen und den Instruktoren/innen für die Teilnahme und das Interesse an dieser zweiten KMS Aus- und Weiterbildung im Headquarter in Liestal!

Chefinstruktor KMS Schweiz
Giuseppe Puglisi

Krav Maga Instruktoren-Prüfungen 2019

Sonntag, 05. Mai 2019 fanden im KMS Hauptcenter (in Liestal) der Krav Maga Self Protect Association Switzerland, die 15. Krav Maga Instruktoren - Prüfungen der in diesem Jahr gemeldeten Anwärter statt. Die 16 Anwärter aus 12 verschiedenen Standorten der Deutsch- und Westschweiz sowie Deutschland waren einmal mehr gut vorbereitet und stellten sich am Sonntagvormittag (09-13 Uhr) der insgesamt rund 4-stündigen Herausforderung. Das im 2017-2018 überarbeitete Prüfungsprogramm für Instruktorinnen und Instruktoren sowie das neue KMS Stoff- und Prüfungsprogramm (Basic Level 1-3) in Buchform, war den Anwärtern eine grosse Hilfe in der Vorbereitung und zeigte sich auch positiv in der Umsetzung an der diesjährigen Prüfung zum Krav Maga Instruktor.

Von den Absolventen wurde während 2 1/2 Stunden effektiver Prüfungszeit einiges abverlangt sowie aber auch beindruckende-herausragende Leistungen auf hohen Level präsentiert. Die Prüfung zum Instruktor haben in diesem Jahr alle 16 Prüfungsabsolventen mit Benotungen zwischen genügend, gut, gut/sehr und sehr gut/top absolviert-gemeistert und mit Bravur bestanden. Herzliche Gratulation an alle zum KMS Krav Maga Instruktor!

Die Prüfungskommission mit den Experten / Master-Instruktoren Giuseppe Puglisi (Chef-Instr.), Bruno Trachsel (Stv. Chef-Instr.), Nenad Stojkovic (Stv. Chef-Instr.); Jürg Staubli (Stv. Chef-Instr.) und Olivier Summermatter (Adv. Instr.) gratulieren den Absolventen nochmals recht herzlich zu den gezeigten Leistungen sowie der Beförderung zum Krav Maga Instruktor. Die Übergabe der Diplome findet am letzten (4.) Trainerkurs im November 2019 statt.

Herzliche Gratulation!!!

Chefinstruktor KMS Switzerland
Giuseppe Puglisi

Krav Maga Advanced-Instruktoren Lehrgang mit Modul - Women Protect und letzte Prüfungsvorbereitung für die KMS Instruktoren Anwärter 2018/19

Freitag/Samstag, 12. & 13. April 2019, fand das vierte Modul (Women Protect) der KMS Instruktoren-Ausbildung (2018-2020) für angehende Advanced-Instruktoren/innen statt sowie für die diesjährigen Anwärter für die Stufe Instruktor das zweite und auch letzte Vorbereitungstraining im KMS Hauptcenter in Liestal. Das Modul Women Protect wurde durch durch Giuseppe Puglisi sowie den Judo & Ju-Jitsu Spezialisten, Angelo Savorani unter der Mithilfe von Nenad Stojkovic (beide Stv. Chefinstruktoren) geleitet.

Wie bei allen Modulen gab es als Einstieg in die Thematik es eine kurze Theorie, wo die verschiedenen Aspekte in Zusammenhang mit Ausbildung-Training oder die Durchführung von Kursen im Bereich der Frauenselbstverteidigung (Women Protect) kurz belichtet, resp. miteinander workshop-mässig aufgearbeitet wurden. Etwas näher wurde dabei das Thema der Selbstbehauptung angeschaut und aufgezeigt, mit was für Übungen dieser Aspekt den einzelnen Teilnehmerinnen näher gebracht und verständlich gemacht werden kann. Im Anschluss ging es dann einmal mehr in die Praxis, wo diverse Distanz- und Stimmübungen, aber auch Kommunikation und Stimme sowie Prävention gegen Übergriffe erklärt und trainiert wurden. Dabei kamen auch diverse Hilfsmittel zum Einsatz, so auch ein spezieller Trainingskopf für das Schlag- und Grifftraining (Fingerstiche Augen, Reissen an den Ohren und interaktive Trainingsszenarien) in einem speziellen Women Protect Training.

Mit diesen Informationen ging es am Samstagvormittag an das Erarbeiten und Umsetzen einer Trainingslektion für Frauenselbstverteidigung, wo die Themeninhalte - Distanz und Stimme, Einsatz von Alltagsgegenständen, Einfache SV, Prävention bei Übergriffen und die Verwendung von Schlagkissen erarbeitet werden mussten.

Vor allem mussten nebst den technischen Aspekten dieser Themen, aber auch die Umsetzung der Selbstbehauptung sowie dem Gewinn von Selbstvertrauen und Selbstsicherheit sichtbar werden. Im Anschluss an die Trainingslektion, wurde das Gezeigte gemeinsam miteinander durch Feedback aus der Trainingsgruppe und den Experten reflektiert und ausgewertet.

Am Nachmittag ging es dann wieder in Praxis mit den beiden Ausbilder und Experten in den Themen bezüglich dem Einsatz von Alltagsgegenständen und dem interaktiven Training mit einem Vollschutzanzug (Red Men) oder auch „Model Mugging“ genannt. So kamen nebst den üblich bekannten Gegenständen auch Jacken oder Baseball-Mützen zum Einsatz. Nenad demonstrierte eindrücklich, wie man z.B. mit einer Jacke oder einer Baseball-Mütze diverse Angriffe abwehren und gleichzeitig aber auch effiziente Angriffe einleiten kann.

Zum Schluss dieses vierten Moduls stand dann der Umgang mit einem Vollschutzanzug auf dem Programm. Jeder Teilnehmer ging selber einmal in den Anzug und behauptete sich mindestens einmal gegen einen oder mehrere Angreifer. Dies diente einerseits den eigenen Erfahrungen im Umgang mit diesem Hilfsmittel und andererseits zeigte es allen auf, dass ein gezielter und bewusster Einsatz dieses Vollzuganzuges über den Ausgang eines erfolgreichen Kurses mit Frauen bestimmt. Das heisst vor allem für die Kursleiter zu wissen, wie man durch klare Instruktionen und Einsatz dieses Hilfsmittels, Verletzungen bei den Teilnehmerinnen vermeiden und gleichzeitig ihre Selbstsicherheit und das nötige Selbstvertrauen steigern kann.

Prüfungsvorbereitung - Instruktoren-Lehrgang / Modul 3

Nebst der Advanced-Instruktoren Ausbildung fand am Samstag, 13. April 2019, das zweite und letzte Vorbereitungstraining für die Prüfungen zum Instruktor statt. Die Anwärter wurden am Vormittag in den Bereich Befreiungen-Selbstverteidigung und Verteidigung aus der Bodenlage durch Giuseppe Puglisi (Chefinstruktor der KMS Schweiz) unterrichtet. Assistiert wurde er durch seine beiden Stv. Chefinstruktoren, Bruno Trachsel und Jürg Staubli sowie Oliver Summermatter vom Ausbildungsteam.

Nachmittags standen noch die Advanced-Themen Abwehr gegen Angriffe mit Waffen (Stock, Messer und Faustfeuerwaffe) und Würfe-Takedowns auf dem Programm, welche durch die beiden Stellvertreter und den Chefinstruktor den Anwärtern vermittelt wurden.

Bis anfangs Mai haben die Anwärter noch ein paar Wochen Zeit sich auf die bevorstehende Prüfung vorzubereiten und das Gelernte aus dem Instruktoren-Lehrgang zu vertiefen. Am Sonntag, 5. Mai 2019 finden die Prüfungen statt, wo es an die Umsetzung des Prüfungsstoffes geht.

An dieser Stelle nochmals recht herzlichen Dank an meine vier Stellvertreter, den Bruno, Angelo, Nenad, Jürg und Olivier vom Ausbildungsteam (Mithilfe-Übersetzungen) für ihren Einsatz an diesem Weekend im Headquarter in Liestal!

Chefinstruktor KMS Schweiz
Giuseppe Puglisi

Krav Maga Advanced-Instruktoren Lehrgang Bodenkampf und erste Prüfungsvorbereitung für die KMS Instruktoren Anwärter/innen 2018/19

Freitag/Samstag, 22./23. Februar 2019, wurde im Rahmen der Instruktoren-Ausbildung für angehende Advanced-Instruktoren/innen das Modul 3 - Bodenkampf sowie für die Anwärter zur Prüfung zum Instruktor das erste Vorbereitungstraining im KMS Hauptcenter in Liestal durchgeführt. Das Modul Bodenkampf wurde durch den langjährigen Judo und Ju-Jitsu Spezialisten, Angelo Savorani unter der Mithilfe von Nenad Stojkovic (beide Stv. Chefinstruktoren) geleitet.

Als Einstieg in das dritte Modul gab es eine kurze Theorie, wo die verschiedenen Inhalte was Bodenkampf ist oder sein kann sowie Unterschiede zwischen sportlichem Wettkampf und realem Strassenkampf aufgezeigt. Im Anschluss an die Theorie ging es dann in die Praxis mit Varianten zur Vermeidung des Bodenkampfes oder eines Takedown. In diesem Zusammenhang dienten diverse Falltechniken aus dem Basic-Bereich oder Vorübungen für den Bodenkampf wie der Spider oder typische Übungen, wo man von der Rücken- in die Bauchlage gelangt. All diese Übungen dienten in erster Linie dem Zweck, den Kampf am Boden einerseits aus verschiedenen Gründen der Gefahrenabwehr zu vermeiden und andererseits um dem Risiko bei Angriffen verletzt zu werden - das am Boden um einiges grösser ist - vorzubeugen.

Das Erarbeiten einer Lektion im Bereich Verteidigung aus der Bodenlage oder Situation Bodenkampf waren die Themen am Samstagvormittag. Diese wurden gemeinsam nach einem ersten Vorgeschmack bezüglich Vorübungen für den Bodenkampf in der Praxis von den Teilnehmern in Zweiergruppen erarbeitet, präsentiert und von den beiden Experten ausgewertet wurden.

Nach den Präsentationen am Vormittag ging Angelo dann dazu über Grundtechniken am Boden wie das Festhalten in allen Lagen (von oben, seitlich etc), dem Einsetzten des eigenen Gewichts, den speziellen Befreiungen und diverse Varianten zu üben, aber auch speziell für den Bodenkampf im Freien (Strasse etc.) zu testen. Auch Takedown Varianten (von Stand zu Boden), einfache Hebel- und Würgetechniken sowie aber auch spezielle Hebeltechniken kamen zum Einsatz. Vor allem wurde deutlich, dass eine reale Auseinandersetzung auf der Strasse oder sonst wo, nicht mit einem sportlichen Wettkampf verglichen werden kann und dabei Techniken zum Einsatz kommen die nicht an ein Regelwerk oder Richtlinien gebunden sind. Angelo konnte einmal mehr mit seinem enormen Grundwissen die Teilnehmer/in begeistern. Auch zeigte das Modul - Bodenkampf, wie anspruchsvoll dieses Thema im physischen Bereich ist und zum Schluss alle froh waren, dass niemand mehr irgend eine Frage an Angelo zu einem Hebel oder Festhaltegriff am Boden hatte.

Prüfungsvorbereitung - Instruktoren-Lehrgang / Modul 3

Parallel zur Advanced-Instruktoren Ausbildung fand gleichentags auch an diesem Samstag, 23. Februar 2019, das erste Vorbereitungstraining des dritten Moduls für die Instruktoren-Ausbildung zum/r Instruktor/in statt. Die Anwärterin und Anwärter wurden am Vor- wie Nachmittag durch Giuseppe Puglisi (Chefinstruktor der KMS Schweiz), Bruno Trachsel (Stv. Chefinstruktoren) und Olivier Summermatter (KMS Ausbildungsteam) durch das neue KMS Prüfungsprogramm für Instruktoren/innen geführt.

Der zweite Teil dieser Vorbereitung für die Prüfung der Anwärter findet im April statt, bevor dann anfangs Mai das Gelernte aus dem Instruktoren-Lehrgang (Herbst 2018) und den beiden Vorbereitungstagen geprüft wird.

An dieser Stelle nochmals recht herzlichen Dank an meine anwesenden Stellvertreter, den Bruno, Angelo, Nenad und Olivier vom Ausbildungsteam für ihren Einsatz an diesem Samstag!

Chefinstruktor KMS Schweiz
Giuseppe Puglisi

Krav Maga Trainerkurs zum Jahresstart 2019

Samstag, 26. Januar 2019 startete die Krav Maga Self Protect Association mit dem 1. KMS Trainerkurs ins Aus-und Weiterbildungsjahr 2019 und lud dazu ihre Centerleiter/innen, Assistenz-Instruktoren/innen sowie interessierte Instruktoren/innen der KMS Standorte ins Hauptcenter nach Liestal. Zu diesem ersten Kurs erschienen knapp 60 Interessierte aus 37 KMS Standorten der Schweiz.

Seit dem Erscheinen des ersten KMS Prüfungshandbuches im September 2018 waren bereits ein paar Monate vergangen, weshalb der Start in den ersten Trainerkurs der praktischen Umsetzung mit diesem neuen Hilfsmittel gewidmet wurde. Gemäss Einladung waren die Themen - Krav Maga Kernbewegungen aus dem Krav-Boxing und Drills, mit welchen aufgezeigt wurde, wie anwenden und variieren anhand des Buches in die Praxis umgesetzt werden kann. Im Zentrum standen dabei einmal mehr die Grundschritte 1-4 sowie die Ausweich- und Meidbewegungen aus den Basic-Leveln 1+2. Diverse Übungen mit Jab, Cross und kombinierte Schläge bildeten den Einstieg in das Thema Kernbewegungen aus dem Krav-Boxing und dem Schwerpunkt - koordinative Kompetenz - aus dem Leistungsmodell. Dabei ging es einerseits um die Vielfalt der Möglichkeiten mit einfachen Basic-Techniken aufzuzeigen und andererseits, wie man auch langjährige Mitglieder mit bereits bekannten Techniken, mit dem methodischen Konzept für das Training begeistern kann.

Anhand des methodischen Konzepts und seinen etlichen Möglichkeiten eine Lektion zu gestalten, kamen die anwesenden Instruktoren/innen bereits am Vormittag was Koordination aber vor allem was auch die Physis betraf auch ihre Kosten. Es blieb kein T-Shirt trocken und auch im Bereich der mental-taktischen Kompetenz konnte herausgefordert und gefördert werden. Nebst den vielen Anwendungsbeispielen ging es bei dieser ersten Trainerausbildung im neuen Jahr auch darum, wie kann ich das Trainingshandbuch mit dem bereits vorhandenen Wissen der Trainingslehre verknüpfen. So wurden die Fähigkeiten sich zu orientieren, reagieren und im Gleichgewicht zu bleiben gleichzeitig zum Thema geschult und wieder einmal darauf aufmerksam gemacht, wie es im Trainingsalltag eingesetzt werden kann.

Anspruchsvolle Partnerübungen mit mehreren Angreifern und diversen Aufgaben testeten zum Abschluss des Vormittags die Stressresistenz jeder/s einzelnen Teilnehmerin/s und deren Konzentration (Wahrnehmung) unter erschwerten Bedingungen.

Eine weitere Herausforderung war das Pratzentraining am Nachmittag. Wie am Vormittag wurden anhand des bestehenden Programms aus dem Basic-Levels, diverse Übungsfolgen aus einzelnen Abläufen zusammengefügt, wobei in diesen Übungen der Schwerpunkt auf dem blitzschnellen Reagieren auf Schläge mit 360 Grad-Blocks einen Hauptteil darstellten. Einmal mehr war auch hier das richtige Einschätzen (orientieren) der Angriffe ein wichtiger Aspekt dieser Übungen, aber auch das Antworten mit einer Tritt- oder Handtechniken, je nach Zielregion oder beidem. Eine weitere Übungsform die wir „Bäm“ nennen, forderte volle Konzentration - trotz einfacher Übungen, vor allem wenn das Pratzentraining und diese Übungsart miteinander kombiniert wurden. Der anspruchsvollste und intensivste Teil bildete die Schlussübung an diesem Nachmittag, wo fünf Übungsblöcke mit jeweils zwei verschiedenen Anwendungen - zuerst der Reihe nach und dann belieben des Partners zum Einsatz kamen.

Ziele dieser ersten Trainer Aus- und Weiterbildung im 2019 waren einerseits der Umgang mit dem neuen Prüfungshandbuch zu vertiefen oder bereits langjährig gemachte Erfahrungen an die interessierten Instruktoren/innen weiterzugeben. Andererseits war es eine Gelegenheit aufgrund der Themen, den KMS Instruktoren/innen die Genialität und Einfachheit des methodischen Konzepts (gemäss Ausbildung von KMS Adv.-Instruktor Thomas Hertig) für Einsteiger, Fortgeschrittene und Könner (mit der quantitativen und qualitativen Dimension) wieder einmal in der praktischen Umsetzung näher zu bringen und umzusetzen.

Herzlichen Dank den Centerleiter/innen, Assistenz-Instruktoren/innen und den Instruktoren/innen für Eure Teilnahme und das Interesse an der Aus- und Weiterbildung in Krav Maga Self Portect zum Jahresstart!

Chefinstruktor KMS Schweiz
Giuseppe Puglisi

Basic-Schiesslehrgang für Einsteiger/innen in Wallbach

Am Sonntag, 21. Oktober und 25. November 2018 fanden für Einsteigerinnen und Einsteiger zwei weitere Schiessausbildungen zum Thema Verteidigungsschiessen in Wallbach (AG) statt.

Der 2-tägige Lehrgang, organisiert von der Krav Maga Self Protect Association fand wie üblich in der Schiessanlage der Firma Schild AG in Wallbach (AG) statt .Der erste Kurstag begann mit einer Einführung, über die Sicherheitsbestimmungen und den korrekten Umgang mit einer Faustfeuerwaffe.

Der Einstieg in die Praxis war das Erlernen der Bereitschaftsposition und Manipulationen mit einer Faustfeuerwaffe(Pistole Typ Glock oder Heckler & Koch). Der erste Schritt war das Einnehmen der Grundstellung und das Ziehen der Waffe in fünf Schritten und das anschliessende zusammenhängen, damit es einen fliessenden Ablauf ergab.

Laden / PSK und Entladen

Nachdem die Grundstellung und der Ziehvorgang klar waren, ging es darum die Waffe korrekt zu Laden, die persönliche Sicherheitskontrolle durchzuführen und das Entladen der Waffe zu lernen. Dazu wurden Manipulier-Patronen verwendet und Trockenübungen (Riegeln, Riegeln, Riegeln ……) in Form von Drillübungen durchgeführt. Korrektes Zielen, Abziehen des Abzuges (Druckpunkt) und weitere Erklärungen zu den vier Sicherheitsbestimmungen in Zusammenhang mit dem praktischen Verteidigungsschiessen, rundeten die praktischen Anwendungen vor der ersten Schussabgabe ab und gab den einzelnen Teilnehmerinnen und Teilnehmer die nötige Selbstsicherheit für das Angewöhnungsschiessen vor der Mittagspause.

Einzelschüsse, Dubletten und Präzision

Als Einstieg in den Nachmittag war nochmals Manipulieren angesagt sowie das Erlernen des taktischen und raschen Magazinwechsels und das Beheben von Störungen (Zünd- und Wegfuhrstörung) während des Schiessvorganges. Das Schiessen von Dubletten und dem Control/Scanning nach der Schussabgabe, zeigte auf, wie wichtig und welchen Einfluss die korrekte Grundposition und Armhaltung auf den ganzen Ablauf hatte. Dabei war das „Triggern“ eine Schlüsselbewegung beim Betätigen des Abzuges. Der Abschluss des ersten Basic-Tages bildete das Präzisionsschiessen in Zusammenhang mit dem Thema „Misserfolgsdrill“.

Am Sonntag, 25. November 2018 trafen sich die Teilnehmer/innen in Wallbach (AG) zum zweiten Ausbildungstag in Verteidigungsschiessen. Das Festigen der Manipulationen und das Dubletten-Schiessen waren der Einstieg in diesen zweiten - intensiven - Kurstag. Dabei wurde einmal mehr auf korrekte Handhabung der Manipulationen, also das sogenannte „Trockentraining“ wert gelegt. Am Nachmittag standen dann noch das Schiessen ab 15 Meter im Vorwärtsgehen und „kniend hoch“ auf dem Programm sowie der obligate Abschlusstest.

Zum Abschluss dieser 2-tägigen Schiessausbildung zeigten alle Teilnehmer/in nochmals was sie in den beiden Kurstagen gelernt hatten und bestätigten dies auch teilweise mit Top-Resultaten am Abschlusstest. Die Kursleitung dankt den teilnehmenden für ihre disziplinierte und hochkonzentrierte Teilnahme, da diese am Schluss auch die Top-Resultate wiederspiegelten.

Giuseppe Puglisi

Jahresabschluss 2018 im KMS Headquarter

Samstag, 24. November 2018 erschienen zum letzten Trainerkurs des Jahres, rund 80 Instruktoren/innen aus der KMS Switzerland und trafen sich im Headquarter der Schweiz zum letzten gemeinsamen Training und Jahresabschluss (Diplomvergabe, Apero) in Liestal.

Nachdem im Herbst am 3. Trainerkurs ein erster Teil des überarbeiteten Prüfungsprogramms für Instruktoren (Basic Level ) vorgestellt worden war, ging es im letzten Kurs um die Inhalte - Befreiungen und Verteidigung aus der Bodenlage. Wie bereits im Herbstkurs konnte den Teilnehmer/innen das Technische anhand einer Fotodokumentation präsentiert und in Form eines knapp 3-stündigen Trainings vorgestellt werden. Dabei war das neue offizielle Krav Maga Buch (Basic Level 1-3), in diesem Zusammenhang eine echte Bereicherung und probates Hilfsmittel.

Einmal mehr zeigte sich auch, dass vor allem bei den Befreiungen diverse technische Belange aus Grundschritten, Körperverschiebungen oder Meid- und Ausweichbewegungen - wichtige Verknüpfungen aufweisen und teilweise gar die Lösung für effektive Selbstverteidigung sind. Im Frühjahr 2019 wird im Rahmen der Trainerausbildung der Advanced-Level (Teil 2) für Instruktoren vorgestellt und umgesetzt.

Nach dem intensiven Vormittag und einer kurzen Verschnaufpause, kamen wir dann zur Diplomvergabe der neuen Instruktorinnen und Instruktoren sowie den Advanced-Instruktoren/in 2018. Den neuen regulären Instruktorinnen und Instruktoren sowie den fortgeschrittenen Krav Maga Instruktoren nochmals recht herzliche Gratulation und viel Erfolg bei der zukünftigen Umsetzung.

Der - kulinarische Teil - gehörte einmal mehr unserem Chef- und Hobbykoch Denis Jost, der wie in all den Jahren zuvor mit seinen Kochkünsten die Anwesenden Mitglieder der KMS Switzerland begeisterte und dem Jahresabschluss des diesjährigen, letzten Trainerkurs einen würdigen Schlussnote setzte - vielen herzlichen Dank!

An dieser Stelle danke ich nochmals allen Centerleiter/innen und Instruktor/innen für die langjährige Unterstützung, dem persönlichen Engagement und wünsche alle eine erholsame Adventszeit - Frohe Festtage sowie einen guten Start ins 2019!

Chefinstruktor KMS Schweiz
Giuseppe Puglisi

Krav Maga Instruktoren Lehrgang 2018: Zweites Modul Advanced für Anwärter im Headquarter in Liestal

Mit Verteidigung gegen Messerangriffe startete die Ausbildung im 2. Modul, im Rahmen des dreitägigen Ausbildungsblockes für die Anwärter am Freitag, 26. Oktober 2018. Giuseppe Puglisi, Bruno Trachsel, Nenad Stojkovic und Olivier Summermatter vom Ausbildungsteam der KMS Switzerland führten und instruierten die anwesenden Teilnehmer durch das komplexe Thema.

Eingangs wurde nochmals rückblickend auf die verschiedenen Abwehrmöglichkeiten aus der mittleren Distanz aus dem Level Basic 3 repetiert und dabei auf die Gefährlichkeit der damit verbundenen Problematik der Distanzen hingewiesen. Auch wurde nochmals die Wichtigkeit der Ausweich- und Meidbewegungen und der damit zusammenhängenden Wahrnehmung mit diversen Übungen aufgezeigt und hervorgehoben.

In einem nächsten Schritt ging es technisch und taktisch zu den Abwehrmöglichkeiten in der Nahdistanz, wobei klar differenziert werden musste, zwischen unvorbereiteten und vorbereiteten Angriffen sowie der damit verbundenen Reaktionszeit, resp. „realen Abwehrmöglichkeit“.

Mit Faustschlägen und Fusstritten kombiniert für den Nahkampf ging es am Nachmittag weiter. Die Schwierigkeit einzelne Grundtechniken miteinander zu verbinden und diese einmal mehr aus verschiedenen Distanzen ins Ziel zu bringen, war nebst dem ganzheitlichen Arbeiten (Rumpf und Extremitäten) eine weitere Herausforderung für die Anwärter im Advanced-Bereich.

Samstag, 27.10.2018 wurde den Instruktoren-Anwärter/innen unter der Leitung von Jürg Staubli, Bruno Trachsel und Olivier Summermatter die Advanced-Themen Abwehr gegen Stockangriffe, weitere Kombinationen aus dem Krav-Boxing, Takedowns / Übergang Stand-Boden und spezielle Abwehr-Block-Trapping Methoden vermittelt.

Der Sonntagvormittag, 30.10. war dem Thema „Sicherheit im Training“ gewidmet.

Wie in den 14. Instruktoren-Lehrgängen von 2004 - 2017 wurde dieses Thema einmal mehr auch in diesem Jahr wie gewohnt von Adrian Waibel, (meproa GmbH) vermittelt, der selber etliche Jahre Kampfsport und auch Krav Maga trainierte. Für die Krav Maga Self Protect Association Switzerland ist wichtig, dass die angehenden Instruktoren/innen nicht nur das kompetente Vermitteln von Techniken und den persönlichen Eigenschutz als Aufgabe von Trainings leiten sehen, sondern auch der Schutz und die Sicherheit der teilnehmenden Personen im Fokus eines Trainings sein sollte. Das heisst, ein/e Instruktor/in trägt auch Verantwortung gegenüber den Teilnehmer/innen wenn sie/er unterrichtet und dazu gehört auch die Erhaltung der Gesundheit. Wir legen deshalb hohen Wert darauf, dass alle die bei uns unterrichten, auch die nötigen Grundkenntnisse im Bereich „Leben retten“ kennen und anwenden können.

Während rund drei Stunden vermittelte Adrian Waibel seine medizinischen Grundkenntnisse und begeisterte einmal mehr mit seinem enormen Fachwissen. Für seinen langjährigen Einsatz danken wir ihm einmal mehr recht herzlich.

Bedrohung mit Schusswaffen und Verteidigung in der Bodenlage gegen Messer waren dann der Abschluss des 3-tägigen Instruktoren-Lehrgangs, wo die Teilnehmer/innen nochmals körperlich und mental gefordert wurden sowie die Gefährlichkeit, die von einer Schusswaffe oder einem Messer ausgehen, verdeutlicht werden konnten.

Herzlichen Dank an alle Teilnehmer/in und bis bald im 2019 in Liestal!!!

Giuseppe Puglisi
Chefinstruktor KMS Schweiz

5. KMS Advanced-Instruktoren Lehrgang in Liestal

Freitag, 21. September 2018, startete (seit 2009-2018) die fünfte Auflage der Krav Maga Self Protect - Advanced Ausbildung für fortgeschrittene Instruktoren oder Leiter/innen von KMS Centern (die das Anforderungsprofil erfüllen). Die Aus- und Weiterbildung setzt sich aus 8 Modulen (à 1 ½ Tagen/9 Std.) mit verschiedenen Themenbereich zusammen und dauert 24 Monate.

Am ersten Modul des Lehrganges 2018-2020 nahmen 13 Instruktoren teil, die am Freitagabend mit zwei Theorielektionen (zur Kompetenz der Methodik allgemein und der Handlungskompetenzen im Speziellen) in die Ausbildung starteten. Das erste Modul zielte darauf hin, einerseits die Grundlagen der Instruktion im methodischen, wie aber andererseits im praktischen (technischen) Sinn anhand des 3-Stufen-Modells (Einsteiger, Fortgeschrittene und Könner) und den Koordinativen Fähigkeiten zu erörtern und für alle Instruktoren besser verständlich zu machen.

Samstagvormittag (22.09.) stand die Umsetzung der Theorie in die Praxis auf dem Programm.

Unter der Leitung von Chefinstruktor, Giuseppe Puglisi und Nenad Stojkovic einem seiner stellvertretenden KMS Chefinstruktoren wurden Gruppen à je zwei Personen zusammengestellt, welche individuell eine Basic-Lektion von 20 Minuten vorbereiteten. Die Themen wurden vorgegeben und mussten anhand des methodischen Konzepts (Einsteiger, Fortgeschrittene oder Könner) bezeichnet werden. Ein weiterer Punkt der beachtet werden musste, war einen Leistungsbereich klar hervorzuheben. Das Ziel dieser Gruppenarbeit war für die Teilnehmer/in, mit einfachen Basic-Techniken zu variieren oder kreative, mit taktischen Elementen verbundene Trainingssequenzen für Einsteiger, Fortgeschrittene oder Könner abwechslungsreich zu gestalten. Zum Schluss jeder Lektion, gab es eine gemeinsame Reflexion und Feedbackrunde.

Variationen im Bereich Basic-Techniken standen am Nachmittag auf dem Programm. Dabei ergab sich gleich auch die Gelegenheit das soeben neu erschienene KMS Buch Basic Level 1-3 einzusetzen und gleichzeitig aufzuzeigen, wie man das Hilfsmittel zum Aspekt - Variationen sinnvoll einsetzen kann.

Die vermittelten Themen und Trainingsübungen aus Grundschritten, Körperverschiebungen, Krav-Boxing, Abwehrtechniken, Befreiungen und Selbstverteidigung am Nachmittag, dienten dazu die Verknüpfung mit dem 3-Stufen Modell (Einsteiger, Fortgeschrittene oder Könner) aufzuzeigen sowie Variationen, Drillübungen, taktisch-mentale Übungen daraus zu kreieren. Weiter ging es auch darum, die methodischen Möglichkeiten mit einfachen Basic-Techniken auf Einsteiger-, Fortgeschrittenen- und Könner-Stufe einzusetzen und den Teilnehmern/in die Vielfalt von Übungen zu zweit, zu dritt und mit vier Personen erleben zu lassen.

Rund ein Monat später, am 26./27. Oktober 2018 fand im Rahmen der Aus- und Weiterbildung zum Advanced-Instruktor das zweite Ausbildungsmodul statt. Auch hier diente als Einstieg basierend auf dem ersten Modul, das 3-Stufen-Modell und dem Verständnis der Knotenpunkte in Zusammenhang mit dem Korrekturverhalten. Anhand von Unterlagen und Gruppenarbeiten im Team, wurde zuerst die Wichtigkeit der Knotenpunkte (Gelenke) und deren Verbindung zum Zentrum (Rumpf) sowie Körperteilen aufgezeigt und mit praktischen Beispielen erläutert.

In einem nächsten Schritt ging es um die Anwendung in den einzelnen Lernstufen (1-3) und dem Verstehen der Verbindungen zu den Körperteilen sowie der Kraftübertragung bei einer Bewegung (Technik). Unter dem Aspekt der Trainingssteuerung einerseits, aber auch der Selbstverteidigung andererseits, konnte die Wichtigkeit einer ganzheitlichen Bewegung aufgezeigt werden, wo die Verknüpfung der menschlichen Struktur und ihren Gelenken in Zusammenhang mit der Ausführung einer korrekten und effizienten Technik erforderlich ist. Dabei kristallisierte sich heraus, wie hilfreich dieses Wissen auch für das Korrekturgespräch sein kann und mit einfachen Anweisungen bei Lernenden Erfolgserlebnisse geweckt werden können.

Analog dem ersten Modul erarbeiteten die angehenden Advanced-Instruktoren am Samstagvormittag eine Lektion aus dem Advanced-Level, welche im Anschluss gegenseitig reflektiert und mit konstruktiven Inputs befruchtet wurde.

Der Nachmittag wurde unter dem Aspekt des methodischen Konzepts (quantitative und qualitative Dimension) im Bereich Basic 3 & Advanced Level 4 & 5 wieder durch Giuseppe Puglisi und Nenad Stojkovic gestaltet. Dabei waren vor allem Messerangriffe und Bedrohungen mit Messer sowie Schusswaffen der Hauptteil dieser Ausbildung. Im Bereich der Messerabwehr ging es vor allem um die Distanzen und möglichen Richtungen eines Angriffs, wo mit diversen Übungen - wiederum mit Variationen - aufgezeigt werden konnte, wie wichtig die Einfachheit aber auch Wiederholungen von einzelnen einfachen Abwehr- und Ausweichbewegungen sein kann.

Die Abwehr von Bedrohungen mit Schusswaffen wurde in beiden Kategorien - statische und dynamische Bedrohungen - eingeteilt. Hier zeigte sich relativ schnell bei allen Beteiligten, wie wichtig die Unterscheidung dieser Angriffsmethoden für eine effiziente Verteidigung ist. Vor allem auch von wo kommt die Bedrohung beim Angreifer - Life-Side oder Dead-Side - und was bietet sie mir für Verteidigungsmöglichkeiten. Auch zeigte sich, dass ein Instruktor auf diesem Level nicht darum herumkommt, sich mit Faustfeuerwaffen zu befassen, resp. sich im Umgang mit ihnen auszukennen sowie mit deren einhergehenden Sicherheitsbestimmungen.

Schaffen von Voraussetzungen, Kreativität und das Verstehen der drei Lehr- und Lernstufen in Zusammenhang mit den Basic- und Advanced-Levels war das Ziel dieser ersten beiden Module im Rahmen dieser Ausbildung zum Advanced-Instruktor.

Ein herzlicher Dank geht an die Instruktoren, für Ihre kreativen Inputs und dem engagierten Gestalten der beiden Samstagvormittage in den beiden ersten Modulen. Die Module drei und vier finden im Frühjahr 2019 statt und Beleuchten die Themen - Women Protect/Selbstverteidigung für Frauen sowie Bodenkampf.

Giuseppe Puglisi
Chefinstruktor KMS Schweiz

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