Instruktoren

Krav Maga Instruktoren Lehrgang 2018: Zweites Modul Advanced für Anwärter im Headquarter in Liestal

Mit Verteidigung gegen Messerangriffe startete die Ausbildung im 2. Modul, im Rahmen des dreitägigen Ausbildungsblockes für die Anwärter am Freitag, 26. Oktober 2018. Giuseppe Puglisi, Bruno Trachsel, Nenad Stojkovic und Olivier Summermatter vom Ausbildungsteam der KMS Switzerland führten und instruierten die anwesenden Teilnehmer durch das komplexe Thema.

Eingangs wurde nochmals rückblickend auf die verschiedenen Abwehrmöglichkeiten aus der mittleren Distanz aus dem Level Basic 3 repetiert und dabei auf die Gefährlichkeit der damit verbundenen Problematik der Distanzen hingewiesen. Auch wurde nochmals die Wichtigkeit der Ausweich- und Meidbewegungen und der damit zusammenhängenden Wahrnehmung mit diversen Übungen aufgezeigt und hervorgehoben.

In einem nächsten Schritt ging es technisch und taktisch zu den Abwehrmöglichkeiten in der Nahdistanz, wobei klar differenziert werden musste, zwischen unvorbereiteten und vorbereiteten Angriffen sowie der damit verbundenen Reaktionszeit, resp. „realen Abwehrmöglichkeit“.

Mit Faustschlägen und Fusstritten kombiniert für den Nahkampf ging es am Nachmittag weiter. Die Schwierigkeit einzelne Grundtechniken miteinander zu verbinden und diese einmal mehr aus verschiedenen Distanzen ins Ziel zu bringen, war nebst dem ganzheitlichen Arbeiten (Rumpf und Extremitäten) eine weitere Herausforderung für die Anwärter im Advanced-Bereich.

Samstag, 27.10.2018 wurde den Instruktoren-Anwärter/innen unter der Leitung von Jürg Staubli, Bruno Trachsel und Olivier Summermatter die Advanced-Themen Abwehr gegen Stockangriffe, weitere Kombinationen aus dem Krav-Boxing, Takedowns / Übergang Stand-Boden und spezielle Abwehr-Block-Trapping Methoden vermittelt.

Der Sonntagvormittag, 30.10. war dem Thema „Sicherheit im Training“ gewidmet.

Wie in den 14. Instruktoren-Lehrgängen von 2004 - 2017 wurde dieses Thema einmal mehr auch in diesem Jahr wie gewohnt von Adrian Waibel, (meproa GmbH) vermittelt, der selber etliche Jahre Kampfsport und auch Krav Maga trainierte. Für die Krav Maga Self Protect Association Switzerland ist wichtig, dass die angehenden Instruktoren/innen nicht nur das kompetente Vermitteln von Techniken und den persönlichen Eigenschutz als Aufgabe von Trainings leiten sehen, sondern auch der Schutz und die Sicherheit der teilnehmenden Personen im Fokus eines Trainings sein sollte. Das heisst, ein/e Instruktor/in trägt auch Verantwortung gegenüber den Teilnehmer/innen wenn sie/er unterrichtet und dazu gehört auch die Erhaltung der Gesundheit. Wir legen deshalb hohen Wert darauf, dass alle die bei uns unterrichten, auch die nötigen Grundkenntnisse im Bereich „Leben retten“ kennen und anwenden können.

Während rund drei Stunden vermittelte Adrian Waibel seine medizinischen Grundkenntnisse und begeisterte einmal mehr mit seinem enormen Fachwissen. Für seinen langjährigen Einsatz danken wir ihm einmal mehr recht herzlich.

Bedrohung mit Schusswaffen und Verteidigung in der Bodenlage gegen Messer waren dann der Abschluss des 3-tägigen Instruktoren-Lehrgangs, wo die Teilnehmer/innen nochmals körperlich und mental gefordert wurden sowie die Gefährlichkeit, die von einer Schusswaffe oder einem Messer ausgehen, verdeutlicht werden konnten.

Herzlichen Dank an alle Teilnehmer/in und bis bald im 2019 in Liestal!!!

Giuseppe Puglisi
Chefinstruktor KMS Schweiz

5. KMS Advanced-Instruktoren Lehrgang in Liestal

Freitag, 21. September 2018, startete (seit 2009-2018) die fünfte Auflage der Krav Maga Self Protect - Advanced Ausbildung für fortgeschrittene Instruktoren oder Leiter/innen von KMS Centern (die das Anforderungsprofil erfüllen). Die Aus- und Weiterbildung setzt sich aus 8 Modulen (à 1 ½ Tagen/9 Std.) mit verschiedenen Themenbereich zusammen und dauert 24 Monate.

Am ersten Modul des Lehrganges 2018-2020 nahmen 13 Instruktoren teil, die am Freitagabend mit zwei Theorielektionen (zur Kompetenz der Methodik allgemein und der Handlungskompetenzen im Speziellen) in die Ausbildung starteten. Das erste Modul zielte darauf hin, einerseits die Grundlagen der Instruktion im methodischen, wie aber andererseits im praktischen (technischen) Sinn anhand des 3-Stufen-Modells (Einsteiger, Fortgeschrittene und Könner) und den Koordinativen Fähigkeiten zu erörtern und für alle Instruktoren besser verständlich zu machen.

Samstagvormittag (22.09.) stand die Umsetzung der Theorie in die Praxis auf dem Programm.

Unter der Leitung von Chefinstruktor, Giuseppe Puglisi und Nenad Stojkovic einem seiner stellvertretenden KMS Chefinstruktoren wurden Gruppen à je zwei Personen zusammengestellt, welche individuell eine Basic-Lektion von 20 Minuten vorbereiteten. Die Themen wurden vorgegeben und mussten anhand des methodischen Konzepts (Einsteiger, Fortgeschrittene oder Könner) bezeichnet werden. Ein weiterer Punkt der beachtet werden musste, war einen Leistungsbereich klar hervorzuheben. Das Ziel dieser Gruppenarbeit war für die Teilnehmer/in, mit einfachen Basic-Techniken zu variieren oder kreative, mit taktischen Elementen verbundene Trainingssequenzen für Einsteiger, Fortgeschrittene oder Könner abwechslungsreich zu gestalten. Zum Schluss jeder Lektion, gab es eine gemeinsame Reflexion und Feedbackrunde.

Variationen im Bereich Basic-Techniken standen am Nachmittag auf dem Programm. Dabei ergab sich gleich auch die Gelegenheit das soeben neu erschienene KMS Buch Basic Level 1-3 einzusetzen und gleichzeitig aufzuzeigen, wie man das Hilfsmittel zum Aspekt - Variationen sinnvoll einsetzen kann.

Die vermittelten Themen und Trainingsübungen aus Grundschritten, Körperverschiebungen, Krav-Boxing, Abwehrtechniken, Befreiungen und Selbstverteidigung am Nachmittag, dienten dazu die Verknüpfung mit dem 3-Stufen Modell (Einsteiger, Fortgeschrittene oder Könner) aufzuzeigen sowie Variationen, Drillübungen, taktisch-mentale Übungen daraus zu kreieren. Weiter ging es auch darum, die methodischen Möglichkeiten mit einfachen Basic-Techniken auf Einsteiger-, Fortgeschrittenen- und Könner-Stufe einzusetzen und den Teilnehmern/in die Vielfalt von Übungen zu zweit, zu dritt und mit vier Personen erleben zu lassen.

Rund ein Monat später, am 26./27. Oktober 2018 fand im Rahmen der Aus- und Weiterbildung zum Advanced-Instruktor das zweite Ausbildungsmodul statt. Auch hier diente als Einstieg basierend auf dem ersten Modul, das 3-Stufen-Modell und dem Verständnis der Knotenpunkte in Zusammenhang mit dem Korrekturverhalten. Anhand von Unterlagen und Gruppenarbeiten im Team, wurde zuerst die Wichtigkeit der Knotenpunkte (Gelenke) und deren Verbindung zum Zentrum (Rumpf) sowie Körperteilen aufgezeigt und mit praktischen Beispielen erläutert.

In einem nächsten Schritt ging es um die Anwendung in den einzelnen Lernstufen (1-3) und dem Verstehen der Verbindungen zu den Körperteilen sowie der Kraftübertragung bei einer Bewegung (Technik). Unter dem Aspekt der Trainingssteuerung einerseits, aber auch der Selbstverteidigung andererseits, konnte die Wichtigkeit einer ganzheitlichen Bewegung aufgezeigt werden, wo die Verknüpfung der menschlichen Struktur und ihren Gelenken in Zusammenhang mit der Ausführung einer korrekten und effizienten Technik erforderlich ist. Dabei kristallisierte sich heraus, wie hilfreich dieses Wissen auch für das Korrekturgespräch sein kann und mit einfachen Anweisungen bei Lernenden Erfolgserlebnisse geweckt werden können.

Analog dem ersten Modul erarbeiteten die angehenden Advanced-Instruktoren am Samstagvormittag eine Lektion aus dem Advanced-Level, welche im Anschluss gegenseitig reflektiert und mit konstruktiven Inputs befruchtet wurde.

Der Nachmittag wurde unter dem Aspekt des methodischen Konzepts (quantitative und qualitative Dimension) im Bereich Basic 3 & Advanced Level 4 & 5 wieder durch Giuseppe Puglisi und Nenad Stojkovic gestaltet. Dabei waren vor allem Messerangriffe und Bedrohungen mit Messer sowie Schusswaffen der Hauptteil dieser Ausbildung. Im Bereich der Messerabwehr ging es vor allem um die Distanzen und möglichen Richtungen eines Angriffs, wo mit diversen Übungen - wiederum mit Variationen - aufgezeigt werden konnte, wie wichtig die Einfachheit aber auch Wiederholungen von einzelnen einfachen Abwehr- und Ausweichbewegungen sein kann.

Die Abwehr von Bedrohungen mit Schusswaffen wurde in beiden Kategorien - statische und dynamische Bedrohungen - eingeteilt. Hier zeigte sich relativ schnell bei allen Beteiligten, wie wichtig die Unterscheidung dieser Angriffsmethoden für eine effiziente Verteidigung ist. Vor allem auch von wo kommt die Bedrohung beim Angreifer - Life-Side oder Dead-Side - und was bietet sie mir für Verteidigungsmöglichkeiten. Auch zeigte sich, dass ein Instruktor auf diesem Level nicht darum herumkommt, sich mit Faustfeuerwaffen zu befassen, resp. sich im Umgang mit ihnen auszukennen sowie mit deren einhergehenden Sicherheitsbestimmungen.

Schaffen von Voraussetzungen, Kreativität und das Verstehen der drei Lehr- und Lernstufen in Zusammenhang mit den Basic- und Advanced-Levels war das Ziel dieser ersten beiden Module im Rahmen dieser Ausbildung zum Advanced-Instruktor.

Ein herzlicher Dank geht an die Instruktoren, für Ihre kreativen Inputs und dem engagierten Gestalten der beiden Samstagvormittage in den beiden ersten Modulen. Die Module drei und vier finden im Frühjahr 2019 statt und Beleuchten die Themen - Women Protect/Selbstverteidigung für Frauen sowie Bodenkampf.

Giuseppe Puglisi
Chefinstruktor KMS Schweiz

15. Krav Maga Self Protect Instruktoren-Lehrgang in Liestal

Freitag, 21. September 2018, startete für 17 interessierte Anwärter aus diversen Regionen der Deutsch- und Französischen-Schweiz, der dreitägige KMS Instruktoren-Lehrgang im Krav Maga Self Protect Hauptausbildungscenter in Liestal (BL).

Die dreitätige Grundausbildung (Modul 1 / Fr-So) für interessierte Anwärterinnen und Anwärter à jeweils 6 Stunden pro Tag, startete mit einer Überraschung zum Kursbeginn, nämlich der langersehnten Lieferung des ersten Krav Maga Self Protect Buches. Rund acht Monate Arbeit an diesem Werk lagen hinter uns und all die damit verbundenen Herausforderungen, Strapazen verflogen in wenigen Augenblicken, als wir die erste Ausgabe in den Händen hielten. Olivier Summermatter und sein Arbeitgeber (Mengis AG in Visp) hatten dies möglich gemacht und so startete der 15. KMS Instruktoren-Lehrgang bereits mit einem freudigen Ereignis. Herzlichen Dank - Olivier!

Bild: v.l.n.r. Olivier Summermatter, Daniel Puglisi (Gestaltung des Buches) und Giuseppe Puglisi

Aufgrund dieses freudigen Umstandes, erleichterte es den Instruktoren des Ausbildungsteams und den anwesenden Anwärtern den Einstieg in die Themen wie: Grundstellungen, Grundschritten (1-8), Verschiebungen des Körpers (1-3) und einfachen Übungsbeispielen sowie den Krav-Boxing - Techniken (Schläge und Tritte) aus Basic Level 1 - um einiges.

Weitere Krav-Boxing Techniken, Blocktechniken 360 Grad (1-7), verschiedene Übungen-Varianten wie die 360 Grad-Blocks gegen Schlag- oder andere Angriffe die zur Anwendung kommen, das Verständnis für Hand- und Unterarm-Abwehrblocktechniken sowie Verteidigung aus der Bodenlage standen am Nachmittag auf dem Programm. Die beiden stellvertretenden Chefinstruktoren Bruno Trachsel (Stv. KMS CH), Nenad Stojkovic (Stv. KMS CH) sowie Regionalleiter Wallis/Waadt - Olivier Summermatter (der gleichzeitig auch als Übersetzer für die französisch sprechenden Anwärter fungierte) und Giuseppe Puglisi, Chefinstruktor KMS Schweiz führten mit ihren Instruktionen durch die diesen ersten Ausbildungstag.

In den zweiten Ausbildungstag wurde mit einer kurzen Repetition der Themen des ersten Tages und Ausweichen-Meiden-Pendeln gestartet. Im Anschluss an die erste Lektion am Vormittag, stand der erste Theorieteil mit Thomas Hertig (KMS Advanced-Instruktor / Ausbildungsteam) - Trainings- und Bewegungslehre auf dem Programm. Beruflich als Turn- und Sportlehrer sowie Fachleiter im Bereich Jugend & Sport unterwegs, konnten die Teilnehmer von seiner enormen Erfahrung profitieren, die Thomas Hertig als langjähriger Kampfkünstler in der Selbstverteidigung mitbringt und dadurch sein Fachwissen nicht nur theoretisch sondern auch praktisch verständlich machen kann.

Einfache Befreiungen (Handgelenkbefreiungen, Reversgriffe), gefährliche Würgegriffe von vorne, der Seite und hinten sowie Umklammerungen aus dem Basic Level 1 standen am Nachmittag auf dem Programm. Dieser Teil und die Fortsetzung im Bereich Krav-Boxing (Basic Level 2) wurden am Nachmittag durch Bruno Trachsel und Olivier Summermatter vermittelt.

Der dritte und letzte Ausbildungstag hatte es in sich, zumal noch einiges auf dem Programm stand und 6 Stunden Ausbildung vor uns lagen. Nach einem sanften Aufwärmen - Einstieg mittels kurzen Repetitionen ging es am Vormittag in die nächste Runde im Bereich Verteidigung mit Hand- und Unterarm-Abwehrtechniken und diversen Befreiungen (aus Basic Level 2).

Verteidigung aus der Bodenlage (Basic Level 2+3) sowie erste Abwehrtechniken gegen Messerangriffe (Basic Level 3) aus der mittleren Distanz und den Angriffswinkeln prägten den Nachmittag.

Krav-Boxing Techniken (Basic Level 3) in Form eines kleinen Drills bildeten den Abschluss der 3-tägigen Ausbildung im Basic-Bereich dieses Krav Maga Instruktoren-Lehrganges.

Die Krav Maga Self Protect Association Switzerland und das gesamte Ausbildungsteam der KMS Switzerland dankt den Teilnehmern dieses 15. KMS Instruktoren-Lehrganges für die tolle Kursatmosphäre und freut sich bereits jetzt auf das zweite Modul mit Euch.

Herzlichen Dank und bis bald im zweiten (Advanced) - Modul Ende Oktober (26. - 28. Oktober 2018) im Hauptcenter der Krav Maga Self Protect (Budo Sport Center) in Liestal.

Giuseppe Puglisi
Chefinstruktor KMS Schweiz

Erfolgreiche Krav Maga Advanced-Instruktoren Prüfungen im Hauptcenter der KMS Schweiz

Am Freitag/Samstag, 24./25. August 2018 fanden nach 2011, 2013 und 2016 die vierten KMS Advanced-Instruktoren-Prüfungen der Krav Maga Self Protect Association im Hauptcenter in Liestal statt. Nach rund 24 Monaten Ausbildung in Form modulartigen Lehrgängen à 1 ½ Tage (8 Module), stellten sich eine Anwärterin und 7 Anwärter den anspruchsvollen Prüfungen, wo nebst der schriftlichen Arbeit, eine theoretische und zwei praktische Prüfung von der Kandidatin und den Kandidaten absolviert werden musste.

Im theoretischen Test wurde am Freitagabend in einer rund zweistündigen (schriftlichen) Prüfung der Lehrstoff der letzten 24 Monate getestet, Schwerpunkt war dabei vor allem das Thema Unterrichtslehre und allgemeines Wissen, Kenntnisse im Umgang mit Faustfeuerwaffen, Handlungskompetenzen, Women Protect und Kenntnisse zum Thema Eigenschutz allgemein, wie aber auch für andere Zielgruppen mit beruflichen Herausforderungen. Der zweite Teil am ersten Prüfungstag beinhaltete eine Präsentation einer Lektion als Teamarbeit.

Der Vormittag am zweiten Prüfungstag war ganz der Praxis und dem von den/r Teilnehmer/in ausgewählten Thema gewidmet. Die Anwärter/in konnten dabei ihr Können und Wissen im Bereich der Handlungskompetenzen, Unterrichtslehre und dem Erteilen einer Lektion demonstrieren und ihre kreativen Fähigkeiten mit einer vorbereiteten Lektion ihrer Wahl unter Beweis stellen.

Foto: Angelo Friello (Moosseedorf), Oliver Indermühle (Moosseedorf), Rolf Frey (Fribourg), Manuel Goldener (Liestal), Alexander Baumann (Herzogenbuchsee), Simon Ulrich (Lachen), Reta Duverney-Sak (Fribourg) und Raphael Schaller (Cham).

Nach Auswertung der Theorieprüfungen und den praktischen Darbietungen konnte der Anwärterin und 7 Anwärtern von den Prüfungsexperten zum Bestehen der Prüfung zum Advanced-Instruktor gratuliert werden. Wir von der Krav Maga Self Protect Association Switzerland danken den 8 KMS Mitgliedern für ihren unermüdlichen Einsatz und das Engagement während der letzten 24 Monate und sind stolz auf unsere neue Advanced-Instruktorin und die Instruktoren in der Organisation. An dieser Stelle wünschen wir allen weiterhin viel Freude beim Unterrichten und Spass beim Transfer ihres erworbenen Wissens an ihre Schülerinnen und Schüler an den verschieden Standorten.

Herzliche Gratulation!

Krav Maga Instruktoren-Prüfungen 2018

Sonntag, 06. Mai 2018 fanden im KMS Hauptcenter (in Liestal) der Krav Maga Self Protect Association Switzerland, die 14. Krav Maga Instruktoren/innen - Prüfungen der in diesem Jahr gemeldeten Anwärterinnen und Anwärter statt. Die 22 Anwärter/innen aus 10 verschiedenen Standorten der Deutsch- und Westschweiz waren gut vorbereitet und stellten sich am Sonntagvormittag der rund 3-stündigen Herausforderung. Das im letzten Jahr neu eingeführte Prüfungsprogramm für Instruktorinnen und Instruktoren, wurde zwischenzeitlich im 2017 - 2018 weiter in den Stufen/Levels 4 - 6 im Advanced-Bereich angepasst, resp. optimiert und kam bei den jetzigen Prüfungen auch positiv zum Ausdruck.

Von den Absolventinnen und Absolventen wurde während den rund 2 ¾ Stunden einiges abverlangt sowie aber auch beindruckende Leistungen auf einem hohen Level präsentiert.

Die Prüfung zum Instruktor/in haben 20 Prüfungsabsolventen/innen mit Benotungen zwischen genügend/gut, gut, gut/sehr und sehr gut/top mit Bravur gemeistert und bestanden.

Herzliche Gratulation zum/r KMS Krav Maga Instruktor/in!

Foto: h. Reihe: Daniel Puglisi, Mario Trachsel, Alain Kalt, Dominik Salierno, Yves Maltry, Marcel Hassler, Luigi D’Andrea, Emmanuel Zweifel, Andreas Pieren, Javier Denis und Mohamed Mebarki, v. Reihe: Chris Linvers, Darko Radovanovic, Linda Schiesser, Claudia Bär, Hervé Moritz, Dominique Tschopp, Selva Nicolai, Madeleine Rytz, Dario Sorg und Piotr Hejmann

Die Prüfungskommission mit den Experten / Master-Instruktoren Giuseppe Puglisi (Chef-Instr.), Bruno Trachsel (Stv. Chef-Instr.), Nenad Stojkovic (Stv. Chef-Instr.) und Olivier Summermatter (Adv. Instr.) gratulieren den Absolventinnen und den Absolventen nochmals recht herzlich zu den gezeigten Leistungen sowie der Beförderung zum Krav Maga Instruktor/in. Die Übergabe der Diplome findet wie jedes Jahr am letzten (4.) Trainerkurs im November statt.

Herzliche Gratulation!

Chefinstruktor KMS Switzerland

Giuseppe Puglisi

Krav Maga Advanced-Instruktoren Lehrgänge und Prüfungsvorbereitungen für KMS Instruktoren Anwärter/innen

Im Februar (09./.10.02.) und März (23./24.03.) 2018, wurden parallel die letzten Vorbereitungen (Modul 3) für die Anwärter/innen der KMS Instruktoren-Prüfungen sowie die beiden Module für die bevorstehende Prüfung zum KMS Advanced-Instruktor (Module 7 und 8) durchgeführt.

Diese Aus- und Weiterbildungen für diese 2, resp. 4 Tage wurden durch das Ausbildungsteam der KMS Schweiz unter der Leitung des Chefinstruktors und seinen Stellvertretern organisiert und geleitet. Bei den Anwärter/innen ging es darum einerseits, sich auf die praktische Prüfung vorzubereiten und andererseits den Teil Theorie „Notwehr“ zu absolvieren. Bei den Advanced-Instruktoren, stand im Modul 7 das Thema Sicherheitstraining und im Modul 8, die Unterrichtslehre im Zentrum der insgesamt 4 Ausbildungstage.

22 Anwärter/in kamen an zwei Samstagen (im Februar und März) zu den letzten Vorbereitungen für die bevorstehende Krav Maga Instruktoren-Prüfung und erhielten nochmals letzte Instruktionen vor dem Abschluss ihrer Ausbildung zum Instruktor/in. Zum Thema „Notwehrrecht“ wurde den Anwärter/innen kurz erläutert, was ein/e angehende/r Instruktor/in bezüglich den rechtlichen Aspekten bei möglichen Konfliktsituation beachten sollte, resp. als Referent an seine Krav Maga Schüler/innen mit einfachen Tipps unterstützen kann.

Im praktischen Teil der beiden Advanced-Lehrgänge ging es im Modul 7 um das Thema Sicherheitstraining für Personal bei Security-Unternehmen, Polizei- oder Vollzugsbehörden, wo die Aspekte des Verhaltenshaltens, Grundlagen der Bereitschaft, Personenkontrolle, Zugriffs-, Überwältigungs- und Fixierungstechniken aufgezeigt und praktisch geübt wurden. Beim Modul 8 - Unterrichtslehre hingegen, ging es darum die drei Modelle für das Übermitteln der technischen Botschaft zu verstehen und auch umzusetzen. Dazu wurde die Theorie nochmals in Gruppenarbeiten aufgegriffen und im praktischen Teil, in Form von Kurztrainingslektionen im gegenseitigen Austausch erarbeitet, umgesetzt und reflektiert.

Die KMS Schweiz dankt allen Anwärtern/in für ihr Engagement und Einsatz im Krav Maga und damit dem Weiterkommen unserer Organisation sowie der persönlichen Weiterentwicklung die in die einzelnen Standorte der Schweiz getragen werden.

Auch dem Ausbildungsteam, vor allem meinen vier Stellvertretern ist zu verdanken, dass wir einen hohen Qualitätsstandard in der KMS Instruktoren Aus- und Weiterbildung haben und sich dadurch unsere Organisation stetig mit gut ausgebildeten Instruktoren/innen weiterentwickeln kann.

Herzlichen Dank!

Chefinstruktor KMS Switzerland
Giuseppe Puglisi

Krav Maga Self Protect Instruktoren-Lehrgang / Modul Advanced für die Anwärter/innen und KMS Advanced-Instruktor-Lehrgang - Modul Messer

Freitag, 27. - 29. Oktober 2017, fand im Krav Maga Self Protect Hauptausbildungscenter in Liestal einerseits der Instruktoren-Lehrgang für die interessierten Anwärterinnen und Anwärter - das Modul 2 sowie andererseits der KMS Advanced-Instruktoren-Lehrgang - Modul 6 (Messer) statt.

Für Anwärterinnen und Anwärter ging der zweite Teil der insgesamt 6-tägigen Grundausbildung mit dem Thema Abwehr gegen Messerangriffe in die nächste Runde. Dabei kamen vor allem die im ersten Modul erlernten Blocktechniken 360 Grad mit den Unterarmen sowie aber auch die Blocks mit offenen Händen aus den verschiedenen (nahe und mittlere) Distanzen zum Einsatz. Nebst der Abwehr eines Angriffs ging es dabei auch um das Einüben eines Angriffs (die verschiedenen Winkel), um die Abwehr selbst, resp. dem Verhindern einer gefährlichen oder gar lebensgefährlichen Attacke sowie der Effizienz ihr konsequenter zu begegnen.

An diesem ersten Ausbildungstag unterrichteten wie bereits im ersten Modul die beiden stellvertretenden Chefinstruktoren Bruno Trachsel (Stv. KMS CH), Nenad Stojkovic (Stv. KMS CH) sowie Regionalleiter Wallis/Waadt - Olivier Summermatter (der gleichzeitig auch als Übersetzer für die französisch sprechenden Anwärter fungierte) und Giuseppe Puglisi, Chefinstruktor KMS Schweiz.

Gleichentags startete am Abend für die interessierte/n Anwärterin und Anwärter der KMS Advanced-Instruktoren Ausbildung das Modul - Messer mit einem theoretischen und praktischen Teil, wo Nenad Stojkovic unser Messer- und Stockspezialist und stellvertretender Chefinstruktor von der KMS Schweiz seine wertvollen Erfahrungen im Umgang mit dieser gefährlichen Waffe vermittelte.

Mit Abwehr gegen Messerbedrohungen sowie Abwehr gegen Stock- und Hiebwaffen starteten wir am Samstag in den zweiten Ausbildungstag beim KMS Instruktoren-Lehrgang und mit dem Vorbereiten sowie Vortragen einer Lektion - Abwehr gegen Messerangriffe - bei der Ausbildung zum Advanced-Instruktor. Dabei durften wir an diesem Samstag auch die anderen beiden stellvertretenden Chefinstruktoren - Jürg Staubli und Angelo Savorani an Lehrgängen begrüssen. Jürg Staubli führte am Vormittag durch das Programm - Abwehr gegen Stock-/Hiebwaffen und Angelo Savorani brachte seine Erfahrungen im Bereich - Unterrichten (Methodik/Didaktik) bei den Messerlektionen ein.

Samstagnachmittags vermittelte Bruno Trachsel die modifizierten Kampftechniken gemäss dem neuen Advanced-Programm und Nenad Stojkovic zeigte sein Können sowie genialen Kombinationen aus dem Bereich multiple Messerangriffe und deren Abwehr in verschiedenen Variationen.

Jürg Staubli (Stv. KMS CH) mit Olivier Summermatter (Regionalleiter Wallis/Waadt) - Stockabwehr

Angelo Savorani und Nenad Stojkovic (Stv. KMS CH) mit zukünftigen Advanced-Instruktorin/en

Der Sonntagvormittag, 29.10. wie jedes Jahr, war dem Thema „Sicherheit im Training“ gewidmet.

Wie in den 13. Instruktoren-Lehrgängen von 2004 - 2016 wurde dieses Thema einmal mehr auch in diesem Jahr wie gewohnt von Adrian Waibel, (meproa GmbH) vermittelt, der selber etliche Jahre Kampfsport und auch Krav Maga trainierte. Für die Krav Maga Self Protect Association Switzerland ist es wichtig, dass die angehenden Instruktoren/innen nicht nur das kompetente Vermitteln von Techniken und den persönlichen Eigenschutz als Aufgabe von Trainings leiten sehen, sondern auch der Schutz und die Sicherheit der teilnehmenden Personen im Fokus eines Trainings sein sollte. Das heisst, ein/e Instruktor/in trägt auch Verantwortung gegenüber den Teilnehmer/innen wenn sie/er unterrichtet und dazu gehört auch die Erhaltung der Gesundheit. Wir legen deshalb hohen Wert darauf, dass alle die bei uns unterrichten, auch die nötigen Grundkenntnisse im Bereich „Leben retten“ kennen und anwenden können.

Während rund drei Stunden vermittelte Adrian Waibel seine medizinischen Kenntnisse und begeisterte einmal mehr mit seinem enormen Fachwissen. Für seinen langjährigen Einsatz danken wir ihm einmal mehr recht herzlich.

Bedrohung mit Schusswaffen und Trapping-Techniken waren dann der Abschluss des zweiten 3-tägigen Instruktoren-Lehrgangs, wo die Teilnehmer/innen nochmals körperlich und mental gefordert wurden und die Gefährlichkeit, die von einer Schusswaffe ausgeht, verdeutlicht werden konnte.

Die Krav Maga Self Protect Association Switzerland und das gesamte Ausbildungsteam der KMS Schweiz bedankt sich bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieses 14. KMS Lehrganges (für Instruktoren) nochmals recht herzlich für ihren topmotivierten Einsatz während der beiden dreitägigen Module im September und Oktober.

Herzlichen Dank und bis bald bis zum Vorbereitungsmodul im kommenden Frühjahr 2018 Ende im Hauptcenter der Krav Maga Self Protect (Budo Sport Center) in Liestal.

Giuseppe Puglisi
Chefinstruktor KMS Schweiz

Top-Leistungen an den ersten Women Protect Prüfungen zur Instruktorin & zum Instruktor im Oktober

Samstag, 14. Oktober 2017, fanden im KMS Hauptcenter (Liestal) der Krav Maga Self Protect Association Switzerland die ersten Instruktoren/innen - Prüfungen für die Anwärterinnen und Anwärter zur/m KMS Women Protect Instruktor/in statt. Aus 9 KMS Standorten der Deutschschweiz stellten sich 5 Anwärterinnen und 7 Anwärter zu dieser anspruchsvollen, themenbezogenen Prüfung. Von den Teilnehmer/innen wurde als Einstieg ein theoretischer Test absolviert und im Anschluss an diesen, in zweier Teams die praktische Lektion vorbereitet und unter Zeitdruck durchgeführt. Die gestellten Aufgaben verlangten den Absolventen/innen so einiges ab, welche im praktischen Teil während rund 3 ½ Stunden - entweder als Prüfling oder Teilnehmer/in - Konzentration und ihre Stressresistenz unter Beweis stellen mussten. Trotz der nicht einfachen Aufgaben und ein paar Schwierigkeiten, haben alle Absolventen/innen die Herausforderungen mit Bravur gemeistert und dürfen im November als erste ihr Diplom zur/m Krav Maga Women Protect Instruktor/in entgegennehmen.

Die Prüfungsexperten vom Ausbildungsteam - Nenad Stojkovic, Stv. Chef-Instr. (Master-Instruktor), Peter Kropf, Regionenleiter (Advanced-Instruktor) und Giuseppe Puglisi, Chefinstruktor - gratulieren den neuen KMS Women Protect Instruktoren/innen nochmals recht herzlich zu den gezeigten Leistungen und wünschen Ihnen bei der Umsetzung des Gelernten viel Freude und Befriedigung im Umgang mit der interessanten Thematik. Die Übergabe der Diplome findet anlässlich des letzten (4.) Trainerkurses im November in Liestal statt.

Herzliche Gratulation

Giuseppe Puglisi
Chefinstruktor KMS Schweiz

Vorbereitung für die ersten Anwärter/innen - Krav Maga Women Protect Instruktorinnen- und Instruktoren-Prüfungen im Oktober 2017

Bild: Anwärterinnen und Anwärter für die ersten Krav Maga Women Protect Instr.-Prüfungen

Samstag, 23. September 2017, vormittags trafen sich die KMS WP Anwärterinnen und Anwärter im Hauptcenter der Krav Maga Self Protect Association Switzerland in Liestal, für die letzten Vorbereitungen vor der eigentlichen Prüfung zur/m Krav Maga Women Protect Instruktorin oder Instruktor im Oktober. Als Experten vom Ausbildungsteam waren Nenad Stojkovic, Stv. Chef-Instr. (Master-Instruktor), Peter Kropf, Regionenleiter (Advanced-Instruktor) und Giuseppe Puglisi, Chefinstruktor für die Umsetzung der Vorgaben, an diesem Vormittag von der KMS Switzerland verantwortlich.

Nach einer kurzen Einleitung, wo erklärt wurde in welchem Thema zu zweit eine frauenspezifische Lektion vorbereitet und anschliessend vorgetragen wird, wurden gleichzeitig auch die Kriterien (Präsentation, Inhalt-Planung-Zielsetzung und Umsetzung der gewählten Lektion) und das Bewertungssystem bekannt gegeben. Im Anschluss hatte jede Gruppe rund 30 Minuten Zeit ihre Lektion vorzubereiten, bevor jede der fünf Gruppen ihr vorbereitetes Thema den anderen Anwärterinnen und Anwärter vortragen durfte und diese gleichzeitig forderte.

Die Themenvorgabe (Distanz- und Stimmübungen, Massnahme gegen einen Übergriff am Boden, Alltägliche Gegenstände als Waffe, technisch-taktische Trainingsformen zum Abbau von Berührungsängsten und Model-Mugging - Training mit dem Vollschutzanzug) waren auf spezifische Frauenlektionen ausgerichtet und gaben den Anwärterinnen und Anwärter die Freiheit und Flexibilität - selbstständig eine Lektion für ein Frauentraining zusammenzustellen und vorzubereiten. Den Start dieser letzten Hürde vor der Prüfung, nahm die Gruppe mit den Trainingsformen zum Abbau von Berührungsängsten und zeigte, wie viele Möglichkeiten es mit diversen Hilfsmitteln (Pratzen, Schlagkissen oder sonstigen Übungen) gibt, um Frauen den ersten Schritt zur Gegenwehr aufzuzeigen.

Die zweite Gruppe trug das Thema Distanz- und Stimmübungen vor, woraus klar wurde, wie wichtig und wertvoll das Einbringen der Stimme in Zusammenhang mit der Distanz, resp. dem Gefühl für die Distanz in einem frauenspezifischen SV-Training oder Einsteigerkurs sein kann.

Beim Thema „Massnahme gegen einen Übergriff“ wurde nebst dem taktischen Verhalten in einer Bodensituation sofort bemerkt, wie wichtig das Verstehen einer einfachen Grundtechnik aus dem Basic-Bereich (z.B. der Bereitschaftsposition am Boden) sein kann, wenn es in der Umsetzung dann klappen muss und es bei einer der vorbeugenden Massnahmen bei einem möglichen Übergriff keine Zeit zu verlieren gilt. Hier bemerkten die vortragenden Anwärter sowie ihre Probanden, dass nichts dem Zufall zu überlassen ist. Bei den letzten beiden Gruppen waren die Themen der Gebrauch von Alltagsgegenständen im Notfall und Model-Mugging, also das Modellieren eines Überfalls/Übergriffes mit einem Vollschutzanzuges in Form einer interaktiven Trainingsform - also einem möglichen Konfliktsszenario.

Beide Aufgaben waren sehr anspruchsvoll und zeigten auf, dass der Kreativität und dem Variantenreichtum im Training keine Grenzen gesetzt sind. Die Frage ist nur, nimmst Du die Herausforderung an und hast Du den Mut neues auszuprobieren. Beide Gruppen haben dies souverän gelöst und versuchten mit eigenen Ideen und Lösungen, diverse Trainingsformen für ein Training mit Alltagsgegenständen oder den realen Ernstfall zu trainieren.

Als verantwortlicher Chefinstruktor der Krav Maga Self Protect Association Switzerland freue ich mich persönlich auf die bevorstehenden Prüfungstag (Theorie & Praxis) der ersten offiziellen Krav Maga - Women Protect Prüfungen zur/m Instruktorin und Instruktor - auf diesem speziellen Gebiet der Selbstverteidigung für Frauen. Bis dahin wünsche ich den Anwärterinnen und Anwärter eine gute Vorbereitung und gutes Gelingen am Prüfungstag!

Giuseppe Puglisi
Chefinstruktor KMS Schweiz

Krav Maga Advanced-Instruktoren Lehrgang Modul 5 - Faustfeuerwaffen und deren Abwehr

Fr/Sa, 08./09. September 2017, ging die Aus- und Weiterbildung für die angehende/n Advanced-Instruktorin und Instruktoren mit dem Modul 5 - Faustfeuerwaffen - in die nächste Runde.

Abwehr von Bedrohungen mit einer Faustfeuerwaffe (Pistole oder Revolver), statisch oder dynamisch bei einem Überfall, Konflikt mit Waffengewalt sowie dem Verhalten (taktisch) alleine oder bei Kameradenhilfe.

Der Einstieg erfolgte durch einen theoretischen Teil, wo das Allgemeine im Handlungsablauf bei der Verteidigung, wie Richtungsänderung - Körperverschiebung, aber auch Kontrolle der Waffe (Grifftechniken), Neutralisieren (Notwehr) und Entwaffnung des Angreifers als Sofortmassnahme bei Bedrohungen mit Schusswaffen im Notfall erforderlich ist. In einem zweiten Schritt wurden die acht Grundprinzipien bei einer Bedrohung erläutert, um zu klären, welche Absichten der Angreifer gegenüber dem Opfer hat.

In einem weiteren Schritt ging es darum die Unterschiede der Funktion einer Pistole und Revolver zu kennen, damit bei einer Bedrohung und dem allfälligen Auslösen eines Schusses, die richtigen Grifftechniken zum Einsatz kommen. Die Teilnehmer/in wurden in diesem Punkt besonders darauf hingewiesen, dass das Erkennen der Schusswaffe und damit richtigen Wahl der Grifftechnik in einem Notfall entscheidend sein kann.

Im Anschluss ging es mit ein paar Erklärungen zu den Sicherheitsbestimmungen im Umgang mit Schusswaffen weiter und den verschiedenen Trainingsmöglichkeiten bei Bedrohungen, Konflikten mit Waffengewalt und Überfällen im Ernstfall. Damit die in der Theorie erläuterten, allgemeinen Handlungsabläufe und acht Grundprinzipien auch von der Theorie in die Praxis umgesetzt werden konnten, wurden die bisher bekannten Abwehrmethoden bei Drohungen aus diversen Richtungen und Distanzen anhand der drei Stufen (Prävention, Aktion und Reaktion) methodisch zu zweit, dritt oder mehreren Partnern durchgespielt. Dazu wurden echte Faustfeuerwaffen (unter dem Aspekt der Sicherheitsbestimmungen) eingesetzt, um dabei auch die Grifftechniken und auftretenden Schwierigkeiten zu spüren und dementsprechende Gegenmassnahmen einzuleiten und anzutrainieren. Vor allem die Komponente Stress durch körperliche Anstrengung oder mentalen Druck zeigte auf, wie man mit einfachen Übungen auch bestens bekannte Abwehrtechniken unter erschwerten Bedingungen neu gestalten kann.

Am zweiten Ausbildungstag (Sa/09.09.) wurde als Einstieg in die nicht einfache Thematik, von jede/m Teilnehmer/in eine Lektion - mit vorgegebenem Thema - erarbeitet und der übrigen Gruppe vorgetragen, resp. mit ihnen als Training umgesetzt. Dabei ging es nebst dem technischen Aspekt, einerseits vor allem um die Details der allgemein wichtigen Handlungsabläufe im technisch-taktischen Sinne, aber andererseits auch um die genauso wichtigen Grundprinzipien, die beim Unterrichten dieser Lektionen nebst der Technik im Zentrum stehen.

Ein weiterer Punkt der bei dieser Instruktion, war das Einhalten der vier Sicherheitsbestimmungen im Trainingsbetrieb - auch wenn die Lektion nur mit Blue-Guns durchgeführt wurde, womit das Sensibilisieren der Teilnehmer/in, auf mögliche Gefahren bei Unachtsamkeit im Umgang mit Schusswaffen für einen Ausbilder/in allzeit präsent ist.

Nachmittags ging es dann in einem nächsten Schritt darum die bereits bekannten Abwehrtechniken aus diversen Richtungen und unterschiedlichen Zeiten (statisch und dynamisch) mit Bewegung des Angreifers zu simulieren, resp. zu trainieren. Dabei bekam das Reagieren in Notsituationen, die entsprechende Orientierung und Differenzierung im Stress eine ganz andere Bedeutung. Es zeigte allen Anwesenden in diesem Lehrgang unweigerlich auf, wie wichtig bei einer Abwehr von Schusswaffen auch nur das kleinste Detail sein kann und dass man nicht darum herum kommt, dies immer wieder in Drillformen zu üben, üben, üben…..

Vor allem die Bedrohungen mit gleichzeitigem Reversgriffs und Schubsen aus diversen Distanzen machte eine zuvor einfache Situation, zu einer schwierigen Aufgabe und forderte auch die bereits langjährig erfahrenen Instruktoren. Erkenntnis aus diesem Modul für alle Beteiligten, es gibt im Umgang und der Verteidigung mit Waffen aller Art, niemals ein ich kann es jetzt, sondern nur - übe dies Thematik so viel du kannst, damit wenn du einmal in eine Auseinandersetzung mit einer Waffe geraten solltest, du die nötige Bereitschaft zur Gegenwehr abrufen kannst.

An dieser Stelle nochmals recht herzlichen Dank an meine Stellvertreter Angelo und Nenad, für ihre Mithilfe sowie an die Advanced-Instruktoren Anwärter für ihren engagierten Einsatz der an diesem Modul 5! Das nächste Modul 6 (Messer) findet am 27./28. Oktober 2017 statt.

Chefinstruktor KMS Schweiz
Giuseppe Puglisi

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